iPad Pro: Profi-App-Entwickler sehen zu große Einschränkungen durch App Store

Florian Matthey

Das iPad Pro soll sich schon dem Namen nach an professionelle Anwender richten. Entwickler von Profi-Apps finden es aber schwierig, iPad-Apps anzubieten – Apples restriktive App-Store-Regeln machten dies zu schwierig.

The Verge hat sich mit Entwicklern professioneller Apps über das iPad Pro unterhalten. In Sachen Hardware und den Einschränkungen durch das iOS scheinen die Entwickler keine großen Hindernisse für professionelle Apps zu sehen – wohl aber durch Apples strenge App-Store-Regeln.

Zunächst seien professionelle Apps ziemlich teuer. Anders als beim PC oder Mac ist es den Entwicklern aber nicht möglich, kostenlose Trial-Versionen ihrer Apps außerhalb des App Store anzubieten. Bei Apps, die über 100 Dollar kosten – The Verge zitiert beispielsweise den Entwickler Bohemian Coding, der die 99-Dollar-Mac-App Sketch anbietet – könne man von Kunden aber einfach nicht erwarten, dass die „blind“ eine App kaufen, ohne sie zuvor ausprobiert zu haben. Zwar ließe sich der Preis deutlich senken, allerdings würden sich bei einer professionellen Nischen-App nicht die Verkaufszahlen entsprechend erhöhen, um noch Gewinne zu erzielen.

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Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Ein weiteres Problem sei, dass es bei professionellen PC- und Mac-Apps üblich ist, hin und wieder kostenpflichtige größere Upgrades anzubieten. Dies erkläre sich dadurch, dass es kostenintensiver sein kann, Software zu aktualisieren und zu warten als sie erstmalig zu entwickeln. Große Anbieter wie Adobe oder Microsoft könnten die Tatsache, dass der App Store auch dies nicht ermöglicht, zwar Abonnement-Modelle als Alternative wählen. Bei kleineren Entwicklern würde dies aber nicht funktionieren – Kunden seien nicht ohne Weiteres bereit, für zahlreiche Apps jährlich oder monatlich zu bezahlen.

Aufgrund dieser Hindernisse nehmen einige Entwickler von Prof-Apps davon Abstand, Apps fürs iPad Pro zu entwickeln. Sie wollen aber beobachten, wie sich der Markt entwickelt.

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