iPad Pro sollte eigentlich Anfang 2015 erscheinen

Thomas Konrad

In einem umfassenden Artikel über Apples Chip-Chef Johny Srouji verrät Bloomberg Business Details zum iPad Pro: Das Tablet sollte eigentlich bereits Anfang 2015 erscheinen — mit dem Prozessor des iPad Air 2.

iPad Pro sollte eigentlich Anfang 2015 erscheinen
Bildquelle: bloomberg.com.

Apple wollte das 12-Zoll-Tablet mit dem A8X Chip ausstatten, der auch im iPad Air 2 zum Einsatz kommt. Damit sollte das iPad Pro im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen. Dann gab es allerdings Probleme, schreibt Bloomberg Business: Teile der Hardware und Software, aber auch der Apple Pencil wären nicht rechtzeitig fertig geworden.

Apples Führungsriege verschob den Start des Tablets auf den Herbst. Für Johny Srouji, Senior Vice President für Apples Hardware-Technologien, war das ein Problem. Mit einem A8X-Chip hätte das iPad Pro neben dem neuen iPhone 6s mit A9-Chip schwach ausgesehen.

Ein neuer, schnellerer Prozessor musste her. Der Plan ging auf: Ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant war Apples A9X-Chip im Herbst 2015 für das iPad Pro bereit.

Bilderstrecke starten
11 Bilder
9 gute Gründe für das iPad.

Blick hinter die Kulissen

Srouji, der die Rolle des Vizepräsidenten im Dezember erhielt, führte Journalisten von Bloomberg durch Apples Chip-Laboratorien und stand ihnen in mehreren Interviews Rede und Antwort.

Bloomberg beschreibt den 51-Jährigen als starke Persönlichkeit. Er aber lache gerne und werde bei Komplimenten rot. Seine Aussagen über Apple sind vage, beinahe sentenzartig heißt es. Auf eine Frage nach den immer dünner werdenden iPhones, antwortete er knapp: „Schwierig ist gut. Einfach ist Zeitverschwendung.“ An anderer Stelle sagt er: „Apples Chip-Designer sind Künstler, die Ingenieure Zauberer.“

Apples Prozessoren: Eine Erfolgsgeschichte

Steve Jobs sei dafür verantwortlich, dass Apple inzwischen seine eigenen Prozessoren entwirft, erklärt Srouji den Journalisten. Mit eigenen Prozessoren, wusste Jobs, könnte man die eigenen Geräte leistungsfähiger machen. Apples erstes iPhone habe zum Beispiel darunter gelitten, dass seine Komponenten von vielen verschiedenen Herstellern kamen, zitiert das Magazin einen ehemaligen Apple-Mitarbeiter.

Srouji über den 64-Bit-Chip im iPhone 5s — eine Überraschung für die Konkurrenz: „Wir gehen die Probleme an, die sonst keiner lösen kann oder verfolgen die Ideen, die so einzigartig sind, dass man am besten selbst daran arbeitet.“

Und über die Tests, die Apple bei Prozessoren durchführt: „Wir traktieren die Chips, so gut wir können. Wenn man Glück hat und gründlich ist, findet man die Fehler, bevor man ausliefert.“

 

iPad Pro vorgestellt.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung