iPhone SE, iPad Pro und günstigere Apple Watch: Event in der Zusammenfassung — 21. März 2016

Thomas Konrad 13

Ein kleineres iPhone, ein kleineres iPad Pro, neues Zubehör für die Apple Watch. Keine Revolution, kaum Evolution. Wie gut Apple die Neuerungen verkauft hat, fassen wir hier zusammen:

Das Apple Event März 2016 in der Zusammenfassung:

Apple Event März 2016 Zusammenfassung.

Tim Cook nutzte das Event auch für eine klare Ansage im Fall Apple vs. FBI: Für die Sicherheit der Kunden fühlt sich Apple verantwortlich. Die Daten auf einem iPhone müssen sicher sein, weil sie persönlich sind. Vergleichsweise lange applaudiert das Publikum.

Dann eine Premiere: Lisa Jackson, Apples Umweltchefin, sprach auf der Bühne über Apples Umweltinitiativen. Sie stellte Apples Recycling-Programm „Renew“ vor und erklärte, wie Teile eines alten iPhones wiederverwertet werden. Um die Komponenten eines iPhones zu trennen, hat Apple eigens einen Roboter — eine automatische Hand — entwickelt. So lassen sich Materialien gezielt trennen, einschmelzen und weiterverwenden.

Auch sonst steht es um Apples Anstrengungen in Sachen Umwelt nicht schlecht: 93 Prozent aller Einrichtungen des Hersteller weltweit werden mit erneuerbarer Energie betrieben. In den USA ist sogar der gesamte Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt, erklärte Lisa Jackson.

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Apple Watch: Neue Bänder, neuer Preis

„Kunden lieben ihre Apple Watch“, berichtete Cook. Den Satz haben wir schon einmal gehört — allerdings über das iPhone im Jahr 2008 und ganz oft danach. Ein Drittel der Kunden wechselt gerne die Bänder, so Cook. Und davon gibt es seit heute noch mehr: Sportarmbänder in vielen neuen Farben, neue Farben für die unterschiedlichen Lederarmbänder, das Milanaise-Band in Space Black und — vor allem — gänzlich neue Armbänder aus Nylon in sieben Farbvarianten, so genannte NATO-Bänder. Die größte Neuerung ist aber der Preis. — 50 Euro weniger als zuvor.

Apple TV

Ein paar kleine Neuerungen für das Apple-TV-Betriebssystem tvOS  stellte Tim Cook vor. Nichts Großes und doch nützlich: Unter anderem lassen sich nun Passwörter diktieren. Bislang musste man den 4-Wege-Schalter der Remote verwenden.

iPhone SE: Das leistungsstärkste 4-Zoll-Telefon überhaupt

Warum ein neuer 4-Zöller? Apple betont mehrfach: Kunden haben danach gefragt. Über 30 Millionen 4-Zoll-iPhones hat Apple im Jahr 2015 verkauft. Apple glaubt die Gründe zu kennen: Manche Kunden bevorzugen schlichtweg ein kleines iPhone. In vielen Fällen sei ein 4-Zoll-iPhone außerdem das erste iPhone.

„Wie ihr vielleicht schon gehört habt, nennen wir es das iPhone SE“, scherzte Greg Joswiak, der das neue Gerät vorstellen durfte, und spielt damit auf die Gerüchteküche an — die hatte den Namen schon vor Wochen enttarnt.

Laut Apple ist es das leistungsstärkste 4-Zoll-Telefon auf dem Markt. Im Inneren: Ein A9-Chip, dazu ein M9-Koprozessor. Gegenüber dem iPhone 5s sollen sich beim neuen 4-Zöller Akkulaufzeit und WLAN-Geschwindigkeit deutlich verbessert haben. Ebenso die Kamera: 12 Megapixel, True-Tone-Flash, Unterstützung für Live-Bilder. Äußerlich ist das neue Telefon ein iPhone 5s. Einziger Unterschied: Die Schrägen an den Gehäuse-Kanten sind nicht glänzend, sondern matt. Nicht einmal 9to5Mac behielt am Ende Recht: Das Portal sagte abgerundete Ecken voraus.

In Gold, Roségold, Silber und Space-Grau ist das Gerät ab 489 Euro zu haben — wenn auch nur mit 16 GB. Die 64-GB-Variante kostet 589 Euro. . Verschickt wird das iPhone SE ab dem 31. März, auch in Deutschland.

Für alle anderen iPhones gibt es ebenfalls etwas Neues: iOS 9.3 mit Night Shift, durch Passwort oder Touch ID gesicherten Notizen und mehr wird noch heute verfügbar sein.

iPad Pro

„Ein ganz neues iPad Pro, das auf einem 9,7-Zoll-Tablet basiert“. So erklärt Phil Schiller das kleinere iPad Pro. Diese Bildschirmgröße habe sich Apple aus gutem Grund ausgesucht — schon beim ersten iPad im Jahr 2010. Es ist die Größe, die die meisten Kunden verwenden. Genau diese Kunden will Apple ansprechen. Das neue iPad Pro ist, so Schiller, „das ultimative Upgrade“. Eines ist deutlich: Apple will dem Trend der sinkenden Verkaufszahlen entgegenwirken.

Das neue iPad Pro hat den hellsten Bildschirm aller Apple-Tablets, ist 25 Prozent heller als das iPad Air 2 und kann dazu mehr Farben darstellen.

Das neue True Tone-Display ist vielleicht mehr als nur Evolution. Licht-Sensonren im iPad Pro messen das Umgebungslicht und passen die Farbtemperatur entsprechend an — als wäre es ein echtes Blatt Papier.

Ansonsten übernimmt das Gerät vieles vom großen Bruder: Unterstützung für den Apple Pencil und ein neues Sound-System und ein passgenaues Smart Keyboard. Aber nicht alles: Das kleinere iPad Pro gibt es auch in Roségold und mit bis zu 256 GB Speicher. (Die große Speicheroption gibt es künftig auch beim großen iPad Pro.) Vorbestellen kann man am Donnerstag, ausgeliefert wird am dem 31. März. Mindestens 689 Euro muss man für das Gerät hinblättern.

Die Preise im Überblick:

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Es ist wohl die letzte Produktvorstellung auf dem alten Apple Campus, in der so genannten Town Hall. Dort zeigte Steve Jobs den ersten iPod, stellte iWork und den App Store vor. CEO Cook gab zum Ende einen Ausblick auf den neuen Apple Campus, genannt Campus 2: „Wir freuen uns auf den Umzug und viele Möglichkeiten, euch einzuladen“.

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