Kindle Phone: Prototyp eines Amazon-Smartphones gesichtet, neue Details

Rafael Thiel 2

Die Katze ist aus dem Sack. Nachdem wir bereits seit Monaten, wenn nicht gar Jahren, über ein Smartphone von Amazon spekulieren dürfen, haben die Kollegen von BGR einen Prototypen in die Finger bekommen. Zwar befindet sich das noch unbenannte Gerät in einer klobigen Hülle um das finale Design geheim zu halten, sind aber einige Details schlussendlich doch ans Tageslicht gekommen – demnach Amazon setzt unter anderem eine eigens entwickelte 3D-Technologie ein.

Kindle Phone: Prototyp eines Amazon-Smartphones gesichtet, neue Details

Über Jahre hinweg hat Amazon angeblich an seinem ersten Smartphone gearbeitet. Dabei unterscheidet es sich auf den ersten Blick nur marginal von seinen Mitbewerbern. Ein nicht näher benannter Qualcomm Snapdragon-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und ein 4,7 Zoll in der Diagonale messendes Display mit HD-Auflösung (720 x 1280 Pixel) sind auf dem heutigen Markt nichts Außergewöhnliches mehr. Ein zweites Modell, an dem Amazon zu arbeiten scheint, wird dem Vernehmen nach indes mit einem besonders günstigen Preis aufwarten können, wobei über dieses Gerät ansonsten noch nichts bekannt ist. Allerdings konzentriert sich Amazon insbesondere auf zwei Aspekte bei seinem Vorzeige-Smartphone: Produkte und Services des Onlinehändlers und eine eigens entwickelte und dadurch einzigartige 3D-Benutzeroberfläche.

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Das auffallend dicke Case verwehrt einen Blick auf das Design.

Dazu verfügt das Smartphone über insgesamt sechs Kamerasensoren, darunter eine 13 MP-Kamera auf der Rückseite und eine gewöhnliche Frontkamera. Die verbliebenen vier Infrarot-Sensoren befinden sich an den Ecken des Geräts und sind dabei auf dessen Benutzer ausgerichtet. Eine Software soll in der Lage sein Gesicht und Augen des Nutzers zu erkennen und die Anzeige dementsprechend verändern zu können um so einen 3D-Effekt zu imitieren.

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Die Infrarot-Sensoren sind an den Ecken des Gehäuses angebracht.

Dieses Feature will man sich für diverse Szenarien zunutze machen. Da wären beispielsweise Wallpaper mit einem parallaktischen Effekt oder auch dynamische Perspektiven in der Maps-Applikation. Ferner sollen so Produktbilder des eigenen Sortiments noch realistischer auf den Nutzer wirken, da auch hier theoretisch eine Rundumansicht möglich wäre. Dem Vernehmen nach arbeitet Amazon daran weitere externe Entwickler für die Technologie zu begeistern und erhofft sich davon zahlreiche innovative und nützliche Drittanbieteranwendungen zum Marktstart – man verspricht neben diversen APIs kooperative Unterstützung bei der Entwicklung.

Wann allerdings das Smartphone in den Verkauf gehen soll, hat BGR nicht in Erfahrung bringen können, da Amazon ob möglicher Verzögerungen noch keine genauen Termine herausgeben will. Anscheinend ist eine Ankündigung in den nächsten zwei bis drei Monaten geplant, wobei die „Regalverfügbarkeit“ – unter anderem im eigenen Onlinesortiment – erst für Ende des Sommers angedacht ist. Dies deckt sich mit letzten Gerüchten zu dem ominösen Smartphone. Das günstige Einsteigermodell soll „einige Zeit“ darauf folgen. Wie BGR zu berichten weiß, wird das Oberklasse-Smartphone zunächst nur in den USA erhältlich sein – aber das Prozedere kennen wir hierzulande ja bereits.

Quelle: BGR

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