Nexus 7: Nokia-Patente von Google-Tablet verletzt?

Daniel Kuhn 2

Das Patentkarussell nimmt in letzter Zeit wieder ordentlich Fahrt auf: Nachdem Apple erneut gegen das Samsung Galaxy Tab 10.1 und das Galaxy Nexus in die Offensive geht und jeweils ein Verkaufsverbot in den USA erwirkt hat, steigt nun auch Nokia in das Spiel ein – angeblich verletzt das Nexus 7, das erst letzte Woche vorgestellt wurde, Patente des finnischen Herstellers. Ein Verkaufsverbot wird aber vorerst nicht angestrebt.

Nexus 7: Nokia-Patente von Google-Tablet verletzt?

Ein Nokia-Sprecher hat gegenüber dem britischen Inquirer zu Protokoll gegeben, dass das Nexus 7 gegen einige WLAN-Patente des finnischen Herstellers verstoße. Die besagten Patente wurden zwar von über 40 Herstellern mobiler Endgeräte lizensiert, allerdings finden sich weder Google noch ASUS auf dieser Liste. Während Apple in diesem Fall umgehend eine Schar Anwälte losgelassen hätte, wählt Nokia allerdings einen friedlicheren Ansatz: Statt zu klagen und vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Nexus-Tablet zu erwirken, erwartet der finnische Konzern von Google und ASUS lediglich, dass diese auf das Unternehmen zugehen und die Lizenzen an den entsprechenden Patenten erwerben.

Natürlich befürworten wir zunächst einmal, dass das Anliegen nicht sofort vor Gericht ausgetragen wird; allerdings ergibt sich dadurch auch die Frage, wie viel an der Sache überhaupt dran ist. Wir können uns nur schwer vorstellen, dass sowohl ASUS als auch Google bei der Entwicklung des Tablets die entsprechenden Patente für die eingesetzten WLAN-Standards nicht bedacht haben. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass Google auf Patente aus eigenem Hause, sprich von Motorola, zurückgegriffen hat. Nokia scheint nur ein bisschen Aufmerksamkeit erheischen zu wollen, was in letzter Zeit mit den eigenen Smartphones ja nicht so recht gelingen wollte. Sowohl ASUS als auch Google haben sich bisher geweigert, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir euch natürlich umgehend informieren.

Quelle: The Inquirer [via Netbooknews]

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