Pixel C: Googles Produktiv-Tab sollte ursprünglich auf Chrome OS laufen [Gerücht]

Kaan Gürayer 1

„There’s something fishy here“, sagt der Engländer – und meint damit, dass etwas merkwürdig ist und nicht ganz zusammenpasst. Das Pixel C versprüht zweifellos diesen fischigen Geruch: An vielen Ecken und Enden ergibt Googles Produktiv-Tablet keinen rechten Sinn und erscheint wie ein undurchdachter Schnellschuss. Sollte auf dem Pixel C also ursprünglich gar nicht Android laufen, sondern doch Chrome OS? 

Pixel C: Googles Produktiv-Tab sollte ursprünglich auf Chrome OS laufen [Gerücht]

Diese wilde Theorie, die bei näherer Betrachtung gar nicht mehr so wild erscheint, stammt aus der Federn von Ron Amadeo von Ars Technica. Ihm zufolge sollte auf dem Pixel anfangs gar nicht Android installiert sein, sondern eine speziell auf Touch-Eingaben angepasste Version von Chrome OS, die unter dem Codenamen „Project Athena“ entwickelt wurde. Nachdem das ambitionierte Projekt Ende 2014 gestrichen wurde, versuchten Googles Entwickler auf der fertigen Hardware eine Art Hybriden zu schaffen, der intern den scheußlichen wie treffenden Namen „Frankenboard“ trug und Chrome OS und Android vereinen sollte. Dieser Versuch scheiterte allerdings, weshalb man sich bei Google dann offenbar dazu entschieden hat, einfach Android auf das Gerät zu packen und es noch vor Weihnachten in den Handel zu bringen.

Pixel C: Fehlende Produktiv-Features

Dass in der Software des Pixel C auf die Bezeichnung „Ryu“ verwiesen wird, die in der Vergangenheit mehrmals als Name für ein Chrome OS-Tablet mit USB Typ C-Anschluss, NVIDIA-Chip und Akku-Ladeleiste gehandelt wurde, untermauert Ron Amadeos Vermutung.

Tatsächlich weisen weitere Indizien auf die Echtheit der Geschichte hin: Zunächst einmal soll sich das Pixel C mit seinem optionalen Keyboard ja als echtes Arbeitstier verdingen und auch produktiv eingesetzt werden. Doch die Software des Pixel C, Android 6.0 Marshmallow, ist nicht mal ansatzweise für diesen Job vorbereitet. Es gibt zum Beispiel keinen Split-Screen-Modus, der für produktives Arbeiten unerlässlich ist – und selbst viele von Googles hauseigenen Apps sind nicht für die 10,2 Zoll Displaydiagonale optimiert und sehen wie aufgeblähte Smartphone-Apps aus. Bei aller Liebe für Google: Das hätte der Konzern, immerhin Entwickler hinter Android, im Vorfeld wissen müssen.

Pixel C im Unboxing und erster Eindruck

Google Pixel C – Unboxing und erster Eindruck.

Pixel C: Android-OS gefangen im falschen Körper gefangen

Was am Ende also bleibt, ist ein Android-OS im Pixel C, das offenbar im falschen Körper steckt. In einem reddit-AmA hat Google unlängst angekündigt, die Software des Pixel C weiter zu verbessern und unter anderem die „OK, Google“-Erkennung und einen Split-Screen-Modus nachzureichen. Ob man es in Mountain View schafft, die Unzulänglichkeiten im Produktiv-Einsatz mit weiteren Softwareupdates auszumerzen, dürfte wohl zu den interessantesten Fragen des kommenden Jahres gehören.

Quelle: Ars Technica, via: Android Authority 

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