Project Tango: Smartphone mit Snapdragon 810-Prozessor zur 3D-Raumerfassung angekündigt

Rafael Thiel 1

Das im letzen Jahr vorgestellte Project Tango hat im Rahmen der vor wenigen Tagen stattgefundenen Google I/O 2015 frische Hardware erhalten. In Zusammenarbeit mit Qualcomm soll das intern als „Almond“ bezeichnete Smartphone im dritten Quartal an interessierte Entwickler verteilt werden. Der Snapdragon 810 bildet das Herzstück des Prototypen und soll die 3D-Erfassung beschleunigen.

Project Tango: Smartphone mit Snapdragon 810-Prozessor zur 3D-Raumerfassung angekündigt

Ein Tablet mit 3D-Raumerkennung – das war Project Tango bislang. In naher Zukunft wird das von Google ATAP (Advanced Technology and Projects) ins Leben gerufene Projekt jedoch um ein Smartphone erweitert. Das teilte Qualcomm abseits der Google I/O 2015 in San Francisco mit. Der US-amerikanische Chiphersteller steuert nämlich das Herzstück der sogenannten „Mobile Development Platform“ (MDP) bei: Ein 64 Bit-fähiger Snapdragon 810 Octa Core-SoC samt Adreno 430-GPU befeuert die nächste Gerätegeneration von Project Tango, das fürs erste weiterhin ausschließlich für Entwickler gedacht ist. Beim Tango-Tablet kam noch ein Tegra K1-Prozessor von NVIDIA zum Einsatz. In der Vergangenheit gab es zwar bereits ein Smartphone mit 3D-Raumerfassung, allerdings handelte es sich dabei noch um einen frühen und nicht mal für externe Entwickler gedachten Prototypen.

„Wir erfreut darüber, künftig mit Google und Android-Entwicklern zusammenzuarbeiten, um mit tiefenmessender Technologie neue und innovative visuelle Erfahrungen auf mobile Endgeräte zu bringen.“ – Raj Talluri, Senior Vice President des Produktmanagements von Qualcomm Technologies

In der offiziellen Pressemitteilung von Qualcomm heißt es, dass das neue Smartphone im Laufe des dritten Quartals – also irgendwann zwischen Juli und September – erhältlich sein wird. Wie schon das Tablet, wird auch das Smartphone von Project Tango mit allerhand Sensorik ausgestattet sein. Denn mithilfe von Kameras, Lage- und Beschleunigungssensoren können ausgetüftelte Algorithmen einen Raum dreidimensional erfassen. Damit erhofft sich der Konzern, der das Projekt mittlerweile aus der Entwicklungsabteilung ausgegliedert und unter eigene Aufsicht gestellt hat, etwa künftig die Navigation innerhalb eines Gebäudes zu verbessern. Außerdem könnte die Funktionalität für Spiele genutzt werden – insbesondere hinsichtlich der aufkommenden Virtual Reality-Brillen.

Project Tango: Say Hello!

Quelle: Qualcomm via Engadget

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