Tja, zu früh gefreut. Vor zwei Tagen schien es noch so, dass Samsung in Australien sein Flaggschiff-Tablet, das Samsung Galaxy Tab 10.1, wieder verkaufen dürfe. Die Klägerin Apple geht nun in dem Prozess um angeblich verletzte Geschmacksmuster in Berufung - und erzwingt damit mindestens eine weitere Woche Galaxy Tab 10.1-freier Regale.

 

Samsung Galaxy Tab 10.1

Facts 

Das Weihnachtsgeschäft ist in Australien zweifelsohne genauso wichtig für den Verkauf von Produkten wie hierzulande. Ein Verkaufsverbot für das Galaxy Tab in der ersten Dezemberwoche dürfte also für Samsung weitere Verluste in Millionenhöhe bedeuten. Wie es aussieht, tritt das nun jedoch genau so ein. Nach dem Urteil von Mitte der Woche, laut dem das Verkaufsverbot für das Galaxy Tab 10.1 im Land der Kängurus und Koalas aufgehoben wird, hat Apple noch die Möglichkeit eines letzten Einspruches - und das bis zum Freitag, den 9. Dezember.

In Anbetracht des potentiellen Wettbewerbsvorteils ist es nur logisch, dass der Konzern genau diese Verzögerung bis zum Anschlag ausreizt, gibt ein Urheberrechtsexperte gegenüber dem Sidney Morning Herald zu Protokoll. Der „Leave Application“ von Apple räume er dennoch wenig Chancen ein. Der oberste Gerichtshof in Australien agiere langsam, weswegen eine abschließende Anhörung von Apples Sicht und damit das wahrscheinliche Ende des Banns für das Galaxy Tab in dieser Woche schlicht nicht möglich sei.

Apples Taktik, sich Wettbewerbsvorteile mit juristischen Nebelkerzen zu verschaffen, scheint ein weiteres Mal aufzugehen. Wie es aussieht, müssen sich unsere Freunde down under noch ein wenig gedulden. Dass es sich lohnt zu warten, kann man unserem Testbericht zum Samsung Galaxy Tab 10.1 nachlesen.

The Sidney Morning Herald [via Android Community]