Samsung Galaxy Tab 10.1: USA-Verkaufsverbot dank Apple

Frank Ritter 4

Am gestrigen Dienstag hat Apple per einstweiliger Verfügung ein vorläufiges Verkaufsverbot des Samsung-Tablets Galaxy Tab 10.1 in den USA erwirkt.

Das US-Bezirksgericht in San Jose, Kalifornien hat in einer einstweiligen Verfügung den Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1 für die USA verboten. Die Richterin Lucy Koh hatte zwar zuvor Apples Antrag auf ein Verkaufsverbot des Galaxy Tabs und verschiedener Galaxy-Smartphones abgelehnt, ein Bundesgericht hatte die Richterin jedoch angewiesen, den Fall erneut zu untersuchen. Das Ergebnis ist eine Kehrtwende der Richterin. Aufgrund eines angeblich verletzten Design-Patents darf das Galaxy Tab 10.1 bis auf Weiteres nicht verkauft werden. In einem Statement zu der Entscheidung sagte die Richterin (Übersetzung von uns):

Samsung hat zwar das Recht, in Wettbewerb zu Apple zu treten, dieses Recht schließt aber keinen unfairen Wettbewerb ein, indem Samsung den Markt mit kopierten Produkten überschwemmt.

Wie geht es jetzt weiter? Apple muss zunächst 2,6 Millionen Dollar hinterlegen, falls sich in einer späteren Gerichtsentscheidung erweisen sollte, dass die Vorwürfe von Apple unberechtigt waren und Samsung daher Schadensersatz zusteht. Die Summe ist für beide Unternehmen jedoch eher auf Portokassenniveau. Es wird erwartet, dass Samsung in Berufung geht und die Entscheidung juristisch anfechtet.

Der bereits erhältliche Nachfolger Samsung Galaxy Tab 2 10.1 ist nicht von der Entscheidung betroffen. Aufgrund der Tatsache, dass das Samsung Galaxy Tab 10.1 bereits im Sommer des letzten Jahres erschien und neben anderen Gerätegrößen auch der Nachfolger bereits erhältlich ist, dürfte der Verlust für Samsung zwar spürbar, aber verschmerzbar sein.

Was meint ihr – hat das Samsung Galaxy Tab 10.1 zu viel Ähnlichkeit mit dem iPad und ist das Vorgehen von Apple gegen seinen Wettbewerber daher berechtigt? Oder hat Apple den Bogen mit seiner Vorgehensweise – nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und weiteren Ländern – überspannt? Im Kommentarbereich könnt ihr loswerden, was ihr denkt.

Quellen: Reuters, AllThingsD

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