Tablets und Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gefängnisinsassen mussten bisher auf diesen Standard aber verzichten – im US-Gefängnis Rikers Island arbeitet man jedoch ein einer Lösung. Den Insassen wurden modifizierte Samsung Galaxy Tab S2 ausgehändigt, die bei der Ausbildung und Rehabilitation helfen sollen.

 

Samsung Galaxy Tab S2

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Samsung Galaxy Tab S2

Gefängnisinsassen mit Tablets auszustatten scheint im ersten Moment wenig sinnvoll. Christopher Grewe, CEO und Gründer von „American Prison Data Systems“ — kurz APDS — ist jedoch von dem Nutzen des Projekts überzeugt. Dabei wurde für die Galaxy-Tab-S2-Geräte ein spezielles Gehäuse entwickelt, das den harten Gefängnisalltag ohne Schäden überstehen soll. Die Tablets dienen insbesondere der Ausbildung und Rehabilitation: Nutzer können unter anderem entsprechende Apps und E-Books verwenden. In manchen Fällen wird gar die Kommunikation mit Familienmitgliedern ermöglicht.

WLAN ist aus Sicherheitsgründen deaktiviert, über den US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Verizon können die Insassen allerdings auf das Internet zugreifen. Mithilfe von AirWatch wird die Aktivität der Tablets überwacht. Der Funktionsumfang wurde zugunsten der Sicherheit eingeschränkt, denn zur Verfügung stehen lediglich spezielle Apps und ein sicherer Browser. Doch insbesondere junge Insassen, die mit Tablets und Smartphones aufgewachsen sind, reagieren laut Grewe sehr positiv auf das Projekt.

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Braucht man heutzutage (noch) ein Tablet? So sehen es GIGA-Redakteure
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Bildquelle: Lea Suzuki, The San Francisco Chronicle

Warum Android?

APDS nahm tiefgreifende Änderungen am System der Tablets vor, schließlich bedarf es entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Das Unternehmen um Christopher Grewe musste sicherstellen, dass die Samsung-Geräte nicht zu falschen Zwecken verwendet werden. Ein Team überwacht die Tablets — bei Zwischenfällen können die Galaxy Tab S2 aus der Ferne deaktiviert werden. Die erforderlichen Änderungen seien wesentlich einfacher an Android-Geräten als an iPads unter iOS vorzunehmen – daher entschied man sich für die Lösung aus dem Hause Google.

Quelle und Bilder: SF Gate, via Greenbot,  SamMobile

Samsung Galaxy S7 edge im Test (deutsch)

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