Apple iPad im Visier: Microsoft soll ein günstigeres Surface-Tablet planen

Holger Eilhard 2

Mit der Vorstellung des günstigeren iPad im vergangenen Jahr und dem Update vor einigen Wochen, will nun angeblich auch Microsoft ein Stück vom Tablet-Kuchen. Das Unternehmen aus Redmond soll eine günstigere Variante des Surface-Tablet in Planung haben.

Apple iPad im Visier: Microsoft soll ein günstigeres Surface-Tablet planen

Neues Surface-Tablet soll nur rund 400 US-Dollar kosten

Vor einigen Wochen präsentierte Apple sein iPad 9.7 (2018) und setzte einen neuen Kampfpreis. Schon im vergangenen Jahr ließ sich in den Quartalszahlen absehen, dass der Vorgänger — trotz damals noch etwas höherem Preis — ein Verkaufsschlager war. In den USA ist das Einsteiger-iPad ab 329 US-Dollar verfügbar.

In den vergangenen vier Quartalen verkaufte Apple rund 44 Millionen iPads, was Einnahmen in Höhe von ca. 20 Milliarden US-Dollar entspricht. Im Vergleich dazu nahm Microsofts gesamte Surface-Abteilung nur 4,4 Milliarden Dollar im selben Zeitraum ein.

Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass Microsoft an Apples Erfolg und dem Verlangen der Kundschaft nach erschwinglichen Tablets mitverdienen will. Wie Bloomberg berichtet, will man dazu unterhalb des derzeitigen Surface Pro, dessen Preise bei 799 US-Dollar beginnen, neue Varianten für rund 400 Dollar anbieten. Auf die konkreten Preise habe man sich in Redmond aber noch nicht geeinigt.

Um diese Preise zu ermöglichen, will man auf ein mitgeliefertes Keyboard-Cover verzichten. Stattdessen soll es auch von den Tastaturen, Stiften und Mäusen günstigere Versionen geben, die sich am neuen Surface-Tablet orientieren. Kostet die aktuelle Tastatur-Hülle 160 US-Dollar, soll der Preis des neuen Keyboards etwas darunter liegen.

Hier ist ein Überblick über die aktuellen Tablet-Bestseller.

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Günstigeres Surface-Tablet mit Intel-Chip als iPad-Konkurrent

Im Gegensatz zu früheren Versuchen, wie dem Surface RT, will Microsoft das neue Surface-Tablet mit einem klassischen Intel-Prozessor und einer Intel-GPU ausstatten. Limitierungen bei der unterstützten Software sollte es daher nicht geben. Als Betriebssystem soll laut Bloomberg Windows 10 Pro zum Einsatz kommen.

Äußerlich soll sich das neue Tablet mit abgerundeten Ecken am iPad orientieren. Im Gegensatz zum iPad soll die neue Surface-Variante aber weiterhin mit einem ausklappbaren Standfuß ausgeliefert werden. Hinzu kommen USB-C-Ports, zum Laden und dem Anschluss von externen Geräten.

Das neue Surface-Tablet soll angeblich rund 20 Prozent leichter sein soll als das aktuelle Surface Pro. Diese Einsparungen gehen auf Kosten des Akkus. Die Laufzeit soll sich um vier Stunden reduzieren; das aktuelle Surface Pro bringt es laut Microsoft mit einer Ladung auf 13,5 Stunden.

Wie beim iPad und dem Surface Pro plant Microsoft auch beim neuen Modell verschiedene Varianten, die sich etwa durch LTE-Verbindungen und verschiedene Kapazitäten unterscheiden sollen. Microsoft plant angeblich Modelle mit 64 und 128 GB.

Dank des geringeren Preises könnte das neue Surface-Tablet, ebenfalls analog zum iPad 9.7, auch interessant für den Bildungsbereich sein. Hier buhlen seit einiger Zeit vermehrt Googles Chromebooks und das Apple-Tablet um die Gunst der Schüler, Studenten und Lehrer. Was denkt ihr? Kann Microsoft damit Erfolg haben?

Quelle: Bloomberg

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