Surface Pro 4: Deswegen stecken Besitzer das Tablet in den Kühlschrank

Florian Matthey

Eigentlich ist es ja keine gute Sache, wenn ein Computer einfriert. Besitzer des Surface Pro 4 machen jetzt aber genau das – sie legen ihr Gerät ins Gefrierfach. Was steckt dahinter?

Surface Pro 4: Deswegen stecken Besitzer das Tablet in den Kühlschrank

Surface Pro 4: Einfrieren behebt Display-Flackern

Einige Besitzer eines Surface Pro 4 haben mit einem massiven Flackern des Display zu kämpfen – das bei den meisten erst dann auftrat, als der Garantiezeitraum für ihre Geräte schon abgelaufen war. Microsoft verlangt für eine Reparatur stolze Preise; zum Teil ist für US-Kunden von 800 Dollar die Rede, wobei Microsoft selbst für einen Displayaustausch auf der eigenen Website einen Preis in Höhe von 450 Dollar nennt.

Das Problem tritt vor allem dann auf, wenn das Gerät etwas wärmer wird. Einige Benutzer haben deswegen festgestellt, dass es sich lohnt, ihr Surface Pro 4 in den Gefrierschrank zu legen. Wenn es dort zehn Minuten verbracht hat, könne man es immerhin 30 Minuten lang ohne Probleme benutzen. Ein Video zeigt sowohl das starke Flickern als auch, wie schnell es im Gefrierschrank wieder aufhört.

 

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Probleme mit Surface Pro 4: Droht Microsoft eine Sammelklage?

Eine amerikanische Anwaltskanzlei prüft aktuell, ob sie eine Sammelklage gegen Microsoft wegen der Probleme mit dem Surface Pro 4 erheben will. Immerhin sollen rund 1.600 Benutzer von dem Problem betroffen sein, und immerhin handelt es sich richtig um einen Konstruktions- und nicht um einen Bedienungsfehler.

Auch dürfte Microsoft eine kostenlose Reparatur finanziell stemmen können, da es sich bei den Betroffenen nur um 1 Prozent aller Surface-Pro-4-Besitzer handeln soll. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall weiter entwickelt – wirklich praktikabel ist die Gefrierschrank-Übergangslösung natürlich nicht.

Quelle: The Verge

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