Anker Soundcore Wakey im Test: Stylischer Radiowecker, fürs Schlafzimmer ungeeignet

Sebastian Trepesch 1

Mit einem „Design Award“-Logo schmücken sich viele Produkte auf der Verpackung. Der Radiowecker „Wakey“ mit kabellosem Ladepad von der Anker-Tochter Soundcore hat den aber wirklich verdient, da sind wir uns nach dem Auspacken sofort einig. GIGA hat den Bluetooth-Lautsprecher für den Nachttisch getestet. Hält unsere Begeisterung an?

Anker Soundcore Wakey im Test: Stylischer Radiowecker, fürs Schlafzimmer ungeeignet
Bildquelle: GIGA.

Unsere Begeisterung wird leider durch ein paar Minuspunkte gedämpft. Manch einen sollten sie nicht stören (siehe unten), doch für einige Nutzer kommt der Einsatz des Wakey im Schlafzimmer wohl nicht in Frage.

Soundcore Wakey Bluetooth Lautsprecher powered by Anker im Test – unser Urteil

Die Grundidee ist gut: Wakey vereint den Radiowecker mit UKW-Empfang am Nachttisch mit einem kabellosen Qi-Ladepad, weiteren Anschlüssen und Zusatzfunktionen wie Naturgeräusche zum Einschlafen – das alles im formschönen Gehäuse mit einem guten Klang. Eine Empfehlung für das Schlafzimmer können wir aufgrund der unbefriedigenden Bedienung, der hellen LEDs und dem zu hohen Stromverbrauch im Standby dennoch nicht aussprechen. Wakey ist da schon eher etwas für die Küche oder das Büro.

Bewertung: Soundcore Wakey

  • Klang: 70 Prozent
  • Ausstattung: 80 Prozent
  • Praxis: 40 Prozent

Gesamt: 63 Prozent

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Das hat uns am Bluetooth-Radiowecker Wakey im Test gut gefallen

  • Die Optik mit der matten Oberfläche und dem Stoffbezog, hinter dem die Uhrzeit leuchtet, ist definitiv gelungen. Die Verarbeitung ebenfalls.
  • Mit FM-Radio kann man unabhängig vom Internetzugang Radio hören und sich damit wecken lassen. Außerdem kann man über Bluetooth 5.0 Musik vom Smartphone abspielen und sogar auf einen Aux-In-Eingang zurückgreifen.
  • Der Wakey besitzt neben einem „High-Speed Wireless Charging Pad“ (bis zu 10 Watt) auf der Oberseite zwei USB-Ports auf der Rückseite. Hier kann man zum Beispiel das Ladekabel für die Apple Watch anschließen – praktisch!
  • Die Zeit kann dauerhaft eingeblendet werden, oder sich 1, 5, 15 oder 30 Sekunden nach einem Tastendruck wieder ausschalten.
  • Die Helligkeit der Zeitanzeige passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. (Sie dürfte aber auf der niedrigsten Stufe noch etwas dunkler sein.)
  • Der Klang (stereo, 2x 5 Watt) ist für die Größe des Gerätes gut und holt auch Bass aus den kleinen Membranen. Besonders natürlich klingt der Lautsprecher aber nicht.

Das hat uns am Wakey von Soundcore/Anker nicht so gut gefallen

  • Für ein dunkles Schlafzimmer sind die LEDs zu hell. Sowohl das leuchtende Bluetooth-Symbol stört, wenn der Lautsprecher mit einem Handy verbunden ist, als auch die blaue Lade-LED strahlt zu stark nach vorne, wenn ein Smartphone auf dem Ladepad liegt.
  • Die kleinen Touch-Tasten unterhalb des Stoffbezugs kann man im Dunklen nur erraten. Das Gerät schiebt man bei unvorsichtiger Bedienung zu leicht nach hinten.
  • Einen Weckalarm kann man nur in der App einschalten. Wir würden uns eine Option wünschen, die Lautstärke beim Wecken langsam ansteigen lassen zu können.
  • Ein WLAN-Modul – zum Beispiel für Internetradio – ist nicht integriert.
  • Aufgrund des Konzeptes muss man regelmäßig in die Einstellungen seines Smartphones und den Wakey über Bluetooth verbinden und wieder trennen. Macht man letzteres nicht, fungiert Wakey beim nächsten eintreffenden Anrufs oder Start eines Sprachassistenten als Freisprecheinrichtung. Das Mikrofon kann aber nicht mit einem Echo o.ä. mithalten – und oft dürfte der Wakey ja im Schlafzimmer platziert sein, während man sich selbst im Wohnzimmer aufhält. Dann wundern sich Anrufer wie Angerufene, warum sie sich nicht hören.
  • Ein Akku – wie man es von den meisten Soundcore-Lautsprechern gewohnt ist – ist nicht integriert. Fällt in der Nacht der Strom aus, wird man morgens nicht geweckt. Sogar manch klassischer 15-Euro-Radiowecker bietet ein Batterie-Backup.
  • Mit 1,5 Watt ist der Energieverbrauch im Standby viel zu hoch. Ein Drittel wäre akzeptabel, ein Zehntel gut – schließlich besitzt der Wakey kein stromfressendes WLAN-Modul.

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