Doom: Ersteindruck auf der Nintendo Switch

Alexander Gehlsdorf

Bethesda arbeitet nicht nur an einem VR-Ableger von Doom, sondern bringt den Höllen-Shooter auch auf Nintendos Hybrid-Konsole. Wie sich das anfühlt, konnte ich bei einem Besuch bereits ausprobieren.

So gut hat uns Doom im Test gefallen:

Doom im Test.
Doom kann sich ohne Scham auf die Fahne schreiben, zu den besten Shootern der letzten Jahre zu gehören. Kombiniert die 2016er Neuauflage doch das wasserdichte Gameplay der Serien-Originale mit zeitgemäßer Präsentation, präziser Steuerung und einem brachialen Soundtrack zu einem kinästhetischen Gesamterlebnis.

Kann aber diese Faszination vom PC-Monitor beziehungsweise dem Wohnzimmerbildschirm auch auf das kleine Display der Nintendo Switch übertragen werden? Im Docking-Modus und mit dem Pro Controller wird sich das Spielgefühl sicher kaum von der Erfahrung auf der PlayStation 4 oder Xbox One unterscheiden, das Alleinstellungsmerkmal der Switch ist aber eben gerade der Handheld-Modus und mit diesem tat ich mich zugegeben noch etwas schwer.

Seit 1993 hat sich jede Menge getan:

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Doom früher und heute: So krass hat sich der Shooter entwickelt.

So fallen die Analog-Sticks und Knöpfe der JoyCons deutlich kleiner und damit fummeliger als bei einem regulären Controller aus, was gerade in einem sehr schnellen Spiel wie Doom, das jede Menge Präzision erfordert, ein Hindernis sein kann.

Nun bin ich allgemein kein Fan davon, Shooter mit irgendetwas anderem als Maus und Tastatur zu bedienen, aber selbst ich gebe zu, dass die Steuerung mit dem Pro Controller im Vergleich zu den JoyCons deutlich präziser ausfiel. In der Switch-Version von Skyrim, die ich mir ebenfalls ansehen durfte, fiel die Steuerung per JoyCons hingegen weniger ins Gewicht, da das Spiel insgesamt langsamer und weitläufiger ist und damit weniger präzise Manöver abverlangt werden.

Doom-Spieler brauchten schon immer einen starken Magen. Genau wie bei diesen Spielen:

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15 der blutigsten und brutalsten Games.

Ebenfalls irritierend war die Bildschirmgröße der Switch, die es praktisch unmöglich macht, Bildschirmtexte und Einblendungen zu lesen. In der von mir angespielten Version entsprach das Interface dem der PC- und Konsolenvorlage. Aufgrund des kleinen Displays hoffe ich jedoch, dass dieses in der finalen Version für die Switch noch nach oben skaliert wird.

Positiv überrascht hat mich hingegen die Performance und Optik des Spiels. Auch wenn die Texturen auf mich ein wenig grober wirkten als etwa in der PC-Vorlage, scheint die Grafik des Spiels aufgrund des kleineren Bildschirms dennoch detailliert und wie aus einem Guss. Dazu lief das Spiel angenehm flüssig und sorgte nur in Ausnahmesituationen, wenn sich besonders viele Explosionen und Splatter-Effekte die Klinke in die Hand gaben, für leichtes Ruckeln.

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Wer seine Switch ohnehin die meiste Zeit im Docking-Modus und mit dem Pro Controller benutzt, hat jeden Grund, sich auf Doom zu freuen. Alle anderen sollten die Bedienung per JoyCon zumindest vor dem Kauf probe spielen und anschließend selbst entscheiden, ob ihnen die Steuerung präzise genug oder doch zu fummelig ist.

Für die Nintendo Switch erscheint Doom im Jahr 2018.

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