Miese Masche: Der wahre Grund, warum euch YouTube mit Werbung bombardiert

Thomas Konrad 1

Schlechte Nachrichten für alle, die Musik häufig und lange über YouTube hören. In Zukunft will Google zwischen Songs noch mehr Werbung einblenden – aus einem simplen Grund.

Miese Masche: Der wahre Grund, warum euch YouTube mit Werbung bombardiert
Bildquelle: Getty Images / chaluk / Giulio Fornasar.

YouTube kein Ersatz für Streamingdienste

Manchen Nutzern will YouTube künftig mehr Werbung zwischen Liedern zeigen. Betroffen sind vor allem Musikfans, die sich viele Musikvideos hintereinander über das Videoportal ansehen. Das verriet Google-Manager Lyor Cohen in einem Interview auf der Konferenz South by Southwest – der Musikmanager ist bei Google und YouTube fürs Musikgeschäft verantwortlich.

Für das gesteigerte Werbeaufkommen gibt es einen einfachen Grund: YouTube will Musikfans davon überzeugen, Geld für einen Streamingdienst auszugeben. Das wäre auch ein wichtiges Signal für die Bosse der großen Musiklabels. Laut Bloomberg kritisieren diese seit Langem, dass YouTube nicht ausreichend gegen Urheberrechtsverletzungen vorgeht.

Neuer Streamingdienst soll Nutzer überzeugen

Der US-Konzern arbeitet derzeit an einem neuen Musikdienst, der Teil des Videoportals YouTube werden wird. „Tausende“ Google-Angestellte verwenden ihn bereits, sagte Cohen. Exklusive Videos, Playlists und andere Inhalte sollen zahlungsunwillige Nutzer „verführen“ und Musikfans zufriedenstellen. Mit ähnlichen Angeboten wirbt jedoch auch die Konkurrenz – zu nennen sind Apple Music und Spotify.

Wann der neue Dienst verfügbar sein wird, ist aktuell unklar. Ob Google damit direkt weltweit an den Start gehen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Das Unternehmen hat Nachholbedarf: Der YouTube-Premiumdienst YouTube Red ist rund zwei Jahre nach dem Start nur in den USA, Australien, Mexiko, Neuseeland und Südkorea vorhanden.

Mit seinem Musikdienst tritt Google in einen inzwischen reiferen Markt mit angestammten Mitbewerbern ein. Spotify steht in vielen europäischen Ländern an der Spitze; in Cupertino sammelt man mit Apple Music kräftig Nutzer. Auch wenn Apples Musikstreamingdienst zu den jüngeren Angeboten gehört, ist er selbst in Deutschland bereits fast drei Jahre verfügbar.

Quelle: Bloomberg

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