Mit Commander Legends könnt ihr das beliebte Multiplayer-Format von Magic the Gathering erstmals endlich auch als Draft erleben. Wir erklären euch alle wichtigen Änderungen.

 

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Facts 

Eigentlich besteht jedes Commander-Deck aus 100 Karten, wird von einer legendären Kreatur angeführt und in Multiplayer-Partien gespielt. Draft-Decks hingegen bestehen aus nur 40 Karten und werden 1v1 gespielt. Auf den ersten Blick haben beide Formate also nur wenig gemeinsam.

Commander Legends macht es dennoch möglich, die spannenden Draft-Entscheidungen des einen Formats mit den komplexen Multiplayer-Elementen des anderen zu verbinden. Die wichtigsten Hinweise und Fragen haben wir für euch zusammengetragen.

Alle Spieler draften jeweils zwei Karten pro Booster

Wie in einem regulären Draft erhalten alle Spielenden drei Booster, die im Fall vom Commander Legends je 20 Karten enthalten. Statt jedoch pro Pack nur eine Karte zu nehmen und den Rest des Booster weiterzureichen, wählt ihr bei jedem Pick zwei Karten aus. Das hat mehrere Vorteile:

  • Das Draften von 20 Karten pro Pack geht deutlich schneller.
  • Häufig begegnen euch Karten mit starken Synergien im selben Pack, die ihr gleichzeitig auswählen könnt.
  • In Draft Pods mit nur 4 Spielern wiederholen sich die Karten weniger häufig.
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So wählt ihr eure(n) Commander

Wie in einem regulären Commander-Deck müssen auch bei Commander Legends alle Karten in eurem Deck der Farbidentität eures Commanders entsprechen. Ihr könnt allerdings auch bis zu zwei legendäre Kreaturen als Commander auswählen, insofern beide Karten das Keyword Partner enthalten.

Solange ihr euch im Draft auf ein bis zwei Farben konzentriert, dürftet ihr keine Schwierigkeiten haben, einen passenden Commander in den richtigen Farben zu finden. Spätestens im zweiten Pack solltet ihr euch aber für eure Farben und den beziehungsweise die passenden Commander entschieden haben.

Solltet ihr aus irgendeinem Grund keinen Commander in der passenden Farbe gefunden haben oder aber noch einen Partner benötigen, der eure zweite Farbe spielbar macht, enthält jedes sechste Booster von Commander Legends eine besondere Karte: Der Prismatische Flöter.

Der Prismatische Flöter
Der Prismatische Flöter | The Prismatic Piper hilft euch, falls ihr im Draft keinen passenden Commander gefunden habt.

Diese Karte wird im Draft wie ein Standardland behandelt, sie wird also nicht gedraftet sondern beiseite gelegt und steht danach allen Spieler*innen zur Verfügung. Solltet ihr beim Deckbau keinen passende Kreatur parat haben, könnt ihr den Prismatischen Flöter als euren Commander nutzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr den Prismatischen Flöter jedoch tatsächlich benötigt, ist extrem gering.

So viele Karten enthält eurer Commander Legends Deck

In Commnander Legends umfasst euer Deck 60 Karten. Gut die Hälfte dieser Karten stammen aus eurem Draft, der Rest sind Standardländer. Je nach Manakurve empfehlen wir folgendes Verhältnis:

  • 34-36 Kreaturen und Zaubersprüche
  • 24-26 Länder

Hinweis: Die übliche Singleton-Regel für Constructed Commander Decks gilt nicht! Solltet ihr also mehr als ein Exemplar einer Karte gedraftet haben, dürft ihr auch beide spielen.

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Die ideale Spieleranzahl für Commander Legends

Normalerweise wird ein Draft im Idealfall mit 8 Personen veranstaltet, im Fall von Commander Legends funktioniert es aber auch mit 4-7 Spieler*innen. Bei bis zu 5 Spielenden könnt ihr nach dem Draft in einer großen Gruppe gegeneinander spielen, bei 6-8 Personen empfehlen wir, alle Spieler*innen nach dem Draft in zwei Gruppen zu teilen.

Falls ihr nur zu zweit oder zu dritt seid, solltet ihr stattdessen Sealed spielen. Dazu nimmt jede Person sechs Booster und baut daraus ein 60 Karten Deck. Das Draften der Karten fällt also weg.

Lebenspunkte zum Spielstart

Sobald das Spiel beginnt, gelten die gleichen Regeln, die aus dem regulären Commander-Format bekannt sind. Alle starten also mit 40 Lebenspunkten.

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