Konkurrenz für Telekom, Vodafone und o2: 1&1 könnte eigenes 5G-Netz aufbauen

Johann Philipp 1

United Internet, der Mutterkonzern von 1&1, könnte sich nach ersten Berichten an der Versteigerung des 5G-Netzes beteiligen. Damit würde der Anbieter ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen und der Deutschen Telekom, Vodafone und o2-Mutterkonzern Telefónica Konkurrenz machen.

Konkurrenz für Telekom, Vodafone und o2: 1&1 könnte eigenes 5G-Netz aufbauen
Bildquelle: United Internet AG.

Schnelles 5G-Netz: United Internet möchte mitbieten

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen könnte spannend werden: Nicht nur, dass die drei großen Anbieter im Streit über die Vergabebedingungen stehen, jetzt macht sich noch ein neuer Konkurrent bereit, um sein eigenes 5G-Netz aufzubauen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche plant United Internet bei der Auktion zum Netz der Zukunft mitzubieten.

Damit würde neben der Telekom, Vodafone und Telefónica (o2) ein vierter Anbieter mit eigenem Netz auf den Markt kommen. Ralph Dommer­muth, der Gründer und Chef des Internetkonzerns, hat in den vergan­genen Tagen bereits Vorver­träge mit Koope­ra­ti­ons­part­nern abge­schlossen, die in Zukunft beim Ausbau des 5G-Netzes helfen sollen.

Um den Aufwand zu Beginn überschaubar zu halten, soll das 5G-Netz allerdings wohl nur in Großstädten verfügbar sein. Im Rest des Landes soll dank Roaming weiterhin auf ein anderes Netz gesetzt werden. Die endgültige Entscheidung, ob 1&1 seine Pläne duchzieht, steht aber noch aus.

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Warum reden alle über 5G?

Der neue Mobilfunkstandard soll das bisherige 4G (LTE) ablösen und höhere Datenraten ermöglichen. Dabei kommt es in erster Linie aber nicht darauf an, dass man einen Netflix-Film in wenigen Sekunden auf sein Handy lädt, sondern auch Zukunftsthemen wie autonomes Fahren, das Internet der Dinge und vernetze Straßen: Das funktioniert nur mit einem schnellen und flächendeckendem 5G-Netz.

In Deutschland werden wohl erst ab 2020 erste 5G-Netze an den Start gehen. 1&1 plant nach den ersten Berichten den chinesischen Konzern ZTE ins Boot zu holen. Der Anbieter könnte sich dann um den Aufbau des 5G-Netzes kümmern. Dennoch gibt es ein paar Hürden: Der Aufbau eines eigenen Netzes ist langwierig und kostenintensiv.

Zudem muss die Bundesregierung überhaupt erst einen weiteren Provider zulassen. Bis zum 25. Januar muss sich United Internet entscheiden, dann endet die Bewerbungsfrist für die Versteigerung.

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