14-Jähriger gründet Start-Up, schlägt 30 Millionen US-Dollar-Angebot aus

Tuan Le 2

Start-Up-Millionär, das wär doch was: Ein großer Traum, der allerdings nur für die wenigsten in Erfüllung zu gehen scheint. Während der Erfolg hin und wieder auch einfach einige Jahre der Vorarbeit benötigt, hat der 14-jährige Taylor Rosenthal schon im jungen Alter eine Idee gehabt, die mehr als 30 Millionen US-Dollar wert sein sollte: Erste-Hilfe-Automaten.

In der heutigen Zeit scheint es leichter als je zuvor zu sein, ohne großes Kapital zu viel Geld zu kommen: Schließlich gibt es mit Indiegogo und Kickstarter nicht nur entsprechende Crowdfunding-Plattformen, auch private Investoren wie auch Unternehmen sind in der schnelllebigen Wirtschaft des 21. Jahrhunderts bereit, in vielversprechende Ideen eine Menge Geld zu investieren.

Alles was man braucht, ist also eine gute Idee - nur leider scheitert es dann in vielen Fällen doch an der Umsetzung, oder es stellt sich in der Praxis heraus, dass das Konzept doch nicht ganz so fantastisch ist, wie es sich bei der Planung noch angehört hat. Nicht so bei Taylor Rosenthal, der im jungen Alter von nur 14 Jahren eine simple und zugleich absolut pragmatische Idee hatte.

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Erste-Hilfe-Automat bei kleineren Verletzung liefert Pflaster, Verbandszeug und mehr

Die Geschichte des Startup-Gründers Rosenthal klingt wie aus einer typischen amerikanischen Erfolgsstory. Die Zutaten: Eine Alltagssituation (ein Baseballspiel), die Beobachtung eines ebenso alltäglichen Problems (fehlendes Verbandszeug bei auftretenden Verletzungen) und schließlich die Geburt einer passenden, genialen Lösung: Ein Automat, der gegen ein Entgelt von 5,99 bis 15,95 verschiedene Utensilien wie Pflaster, Cremes und Einmalhandschuhe bereitstellt. Nicht nur bei Baseball-Spielen, so stellte sich heraus, besteht dabei ein Bedarf an solchen Automaten: Auch in Freizeitparks oder im Grunde genommen überall in der Öffentlichkeit, wo keine Apotheke oder andere Anlaufstelle für medizinische Hilfe in greifbarer Nähe ist, wäre ein solcher Erste-Hilfe-Automat eine gute Anlaufstelle für die Erstversorgung bei kleineren Verletzungen.

Einen zu verwerfenden „Prototypen“ seiner Idee hatte Rosenthal im Übrigen auch: Pop-Up-Stores, die speziell zu Events eröffnet werden sollten. Wie der findige Startup-Gründer aber schnell feststellte, wären die Kosten dafür zu hoch gewesen, sodass die Idee verworfen werden musste. (Das klingt im ersten Moment ziemlich banal, aber wenn man sich die eine oder andere dubiose Crowdfunding-Kampagne ansieht so bekommt man arge Zweifel daran, ob wirklich jeder Startup-Gründer sich im Vorfeld ausreichend Gedanken um die Rentabilität seiner Idee gemacht hat).

30 Millionen US-Dollar-Angebot schlägt Rosenthal ab

Wie in jeder Start-Up-Geschichte kommen auch irgendwann die ganz großen Haie hinzu, die sich die Idee von Taylor Rosenthal für ein fürstliches Vermögen von 30 Millionen US-Dollar aneignen wollten. (Ob das schon wieder Facebook gewesen ist, wissen wir nicht.) Rosenthal lehnte allerdings ab, in weiser Voraussicht, dass ihm ein eigenes Unternehmen auf lange Sicht deutlich mehr bringen wird und arbeitete stattdessen mit dem Startup-Inkubator Round House zusammen. Dieser steht ihm mit einem Büro und Mentoren zur Seite und verlangt dafür im Gegenzug einen 20-prozentigen Unternehmensanteil sowie ein zusätzliches Investment in Höhe von 50.000 US-Dollar.

Auch wenn Rosenthal die 30 Millionen US-Dollar entgangen sind, so dürfte sich die Idee bereits jetzt schon durchaus rentiert haben: Pro Automat verdient der findige Jungunternehmer nämlich 5.500 US-Dollar, 100 Stück hat der Vergnügungspark Six Flags bereits bestellt. Darüber hinaus fallen weiterhin Gebühren für das Nachfüllen des Automaten an, auch die Integration von Werbung ist zukünftig nicht ausgeschlossen - so oder so hat Taylor Rosenthal mit seiner genialen Idee wohl für sein restliches Leben wirtschaftlich ausgesorgt. Aber wer weiß: Erfolgreiche Start-Up-Gründer neigen dazu, sich nach Abschluss eines Projekts neuen Ideen zu widmen; gut möglich also, dass der 14-Jährige uns in Zukunft noch mit anderen Ideen begeistern wird.

Quelle: CNN Money, Oanow.com via T3n

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