Zeitschriften, Internet, BahnCard — die Liste an vertraglichen Verpflichtungen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln, kann mitunter sehr unübersichtlich werden. Der Service Aboalarm hilft, über bestehende Verträge Buch zu führen und diese rechtzeitig zu kündigen — ganz einfach vom Smartphone oder Tablet aus.

 

Aboalarm

Facts 

Viele der Dienste, die wir im Alltag nutzen, sind an einen Vertrag gebunden. Den Überblick zu behalten, kann da schwer fallen und nicht selten ärgert man sich über nicht fristgerecht gekündigte Bindungen, welche eine automatische Verlängerung nach sich ziehen. Die kostenlose App Aboalarm verspricht hier Abhilfe, indem Benachrichtigungen auf den Auslauf hinterlegter Verträge hinweisen. Das Highlight des Service ist allerdings die automatisierte Kündigung, welche Kündigungsschreiben bequem von Smartphone oder Tablet aus per Fax versendet.

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Das System ist denkbar einfach: In einer Datenbank sind die Kündigungsadressen von mehr als 3000 deutschen Anbietern sowie vorgefertigte Kündigungsschreiben hinterlegt. Diese müssen lediglich um persönliche Daten wie Geburtsdatum, Kundennummer und Name erweitert werden, um das Schreiben zu vervollständigen. Sogar die benötigte Unterschrift lässt sich per Finger oder Stylus auf dem Touchscreen eingeben. Anschließend werden die Daten an die Server von Aboalarm übermittelt, von wo aus sie per Fax an den Empfänger verschickt werden. Dieser Service ist momentan kostenlos, in Zukunft soll die Bezahlung per In-App-Purchase eingeführt werden.

Als weiteres Feature bietet die App die Möglichkeit, über bestehende Verträge Buch zu führen. Diese können mit Hinweis auf Anbieter und Auslaufdatum gespeichert werden, sodass die App eine Warnung ausgibt, sobald die Kündigungsfrist naht. Außerdem können selbst verfasste Kündigungen abfotografiert und ebenfalls per Fax verschickt werden — der Weg zum Briefkasten entfällt.

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Mangels auslaufender Verträge konnte ich die Anwendung noch nicht selbst testen. Die mir persönlich bekannte Tippgeberin schwört aber auf den Service und hat damit schon mehrmals Verträge erfolgreich gekündigt.

Trotz allem Komfort gibt es beim Verwenden der Anwendung einige Dinge zu beachten: Zunächst einmal erfüllt eine digital erstellte Unterschrift auf einem nicht zertifizierten Gerät nicht zu 100 Prozent die Anforderungen einer gesetzlich gültigen Signatur. Ob diese vom Anbieter akzeptiert wird, liegt in seinem Ermessen. Außerdem ist wie immer die Überlegung angebracht, ob Vertragsdaten einem Dritten zugänglich gemacht werden sollten. Zwar handelt es sich bei Aboalarm um einen etablierten Anbieter, der mit persönlichen Daten keinen Schabernack treiben sollte, dennoch muss jeder Nutzer selbst entscheiden, ob der Komfort diesen Zwischenschritt wert ist.

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Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Auswahl der Anbieter: Trotz der mit 3000 Einträgen recht umfangreichen Datenbank finden sich darunter längst nicht alle Adressen. Gerade im unübersichtlichen Feld der MVNE (Mobilfunk-Discounter) gibt es beträchtliche Lücken. Außerdem beschränkt sich die Datenbank momentan noch auf deutsche Anbieter, Vertragskunden in Österreich, der Schweiz und anderen deutschsprachigen Ländern gehen leer aus.

Download: Aboalarm Kündigungsmaschine (kostenlos)

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Vielen Dank an Selina für den Tipp.

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