Acer Iconia W3 im ersten Kurztest

Peter Hryciuk

Das Acer Iconia W3 war schon seit einigen Wochen kein Geheimnis mehr, nachdem relativ früh erste Produktbilder aufgetaucht sind. Schnell war klar, es wird sich um das erste Windows 8 Tablet handeln, welches mit einem Display von weniger als 10 Zoll ausgestattet ist. Bis dahin hatte man die Marke von 10,1 Zoll und eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel nicht unterschritten. Erst nach einer Änderung der Mindestauflösung unter Windows 8 war es möglich, dieses Tablet auch wirklich umzusetzen. Wie gut sich dieses schlägt, erfahren wir in einem ersten Kurztest, welchen die Kollegen vom c’t Magazin veröffentlicht haben, die das Tablet noch auf der Computex 2013 insgesamt drei Tagen nutzen durften.

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Am 3. Juni hat Acer das neue Iconia W3 mit 8,1 Zoll großem Display vorgestellt. Die Auflösung liegt bei 1280 x 800 Pixeln. Während bei Android, iOS oder auch unter der Metro UI die Skalierung wunderbar funktioniert und die Elemente auch ohne Probleme mit dem Finger bedient werden können, funktioniert das im Desktop-Modus auf diesem Tablet nur mit Mühe. Zwar skaliert das Tablet dort mit 125%, was dem Maximalwert entspricht, doch das ist in vielen Programmen, und da besonders bei Office, einfach zu klein. Erst mit Windows 8.1 wird man die Möglichkeit haben noch höher zu skalieren und so die Bedienung etwas zu erleichtern. Die Blickwinkel sind nicht perfekt, da es sich um ein normales TN-Display handelt aber es lässt sich noch damit arbeiten. Die Helligkeit ist dafür sehr gut. Ein IPS-Display wäre definitiv die bessere Wahl gewesen.

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Angetrieben wird das Tablet von einem Intel Atom Z2760 Dual-Core-Prozessor mit 1,8 GHz und 2 GB RAM. Das sind die gleichen Spezifikationen, die man von Netbooks und anderen günstigen Windows 8 Tablets kennt. Somit darf man auch einfach nicht zu viel erwarten bei der Performance. Das Acer Iconia W3 arbeitet gemächlich, so wird es von der c’t beschrieben, und einige Apps stürzen in unregelmäßigen Abständen ab. Ob das am WiFi oder dem zu mächtigen IMAP-Postfach lag, konnte man nicht feststellen. Eventuell wird das in der finalen Version nicht mehr passieren, denn natürlich handelte es sich noch um ein Vorseriengerät.

Einer der wichtigsten Punkte ist natürlich die Laufzeit, und diese fällt wirklich positiv auf. Bei voller Helligkeit, mit deaktiviertem Wlan und ohne Belastung hielt das Iconia W3 satte 10 Stunden. So arbeitet man natürlich nicht, doch auch beim Arbeiten mit aktivierten Wlan und Bluetooth hielt der Akku noch über 7 Stunden. Die 8 Stunden, die Acer angibt, werden zwar nicht erreicht, aber 7 Stunden sind schon beachtlich.

Insgesamt bietet Acer zwei Versionen an, eine mit 32 GB und eine mit 64 GB internem Speicher. Getestet wurde die 32-GB-Version, bei der nur ca. 10 GB frei waren. Das liegt auch daran, dass Acer eine Vollversion von Microsoft Office 2013 mitliefert. Der Speicher lässt sich per microSD Karte erweitern und wird dort als zusätzliche Partition angezeigt. So lassen sich auf Programme darauf installieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zur 64-GB-Version greifen.

Generell fällt das erste Fazit nicht so schlecht aus. Natürlich ist noch Luft nach oben aber Acer macht den ersten Schritt und bringt als erster Hersteller ein kleines aber vollwertiges Windows 8 Tablet auf den Markt. Mit Windows 8.1 wird es dann noch einige Verbesserungen geben, welche die Bedienung, auch im Desktop-Modus, erleichtern werden. Für 329€ in der 32-GB-Version und 379€ für die 64-GB-Version in jedem Fall kein schlechtes Angebot.

Wir werden uns das Acer Iconia W3 natürlich auch besorgen und dann einen umfangreichen Testbericht veröffentlichen.

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