Acer Iconia Tab 8 im Lesertest (1): „Auspacken, anschalten, staunen“

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Im Rahmen einer Lesertest-Aktion haben wir das neue Acer Iconia Tab 8 an fünf androidnext-Leser mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten ausgeben. In diesem Bericht schildert Tablet-Einsteiger Bernd S. (55), Lehrer aus dem sächsischen Oschatz seine Begegnung mit dem Achtzoller.

Acer Iconia Tab 8 im Lesertest (1): „Auspacken, anschalten, staunen“

Bernd-S-Acer-Lesertest
Als ich vom Lesertest von androidnext.de las, war ich ehrlich gesagt mit Geräten dieser Art kaum vertraut. Meine Kinder und Schüler besitzen allesamt Tablet-PCs, ich selbst konnte bisher aber lediglich auf ein Smartphone älteren Jahrgangs verweisen, dass noch dazu mit zahlreichen Macken belastet ist.

Ansonsten nutzte ich bisher PC und Laptop auf Windows 7-Basis.

Auspacken: Der erste Eindruck vom Acer Iconia Tab 8

Acer-Iconia-Tab-8-Front-Unterseite-Acer-Logo

Umso erfreuter war ich über die Nachricht, zu den ausgewählten Testern gehören zu dürfen und sehnte den Tag der Lieferung herbei. Ein mittelgroßes gut verpacktes Paket wurde durch die Post geliefert und von mir neugierig geöffnet. Die darin verstaute kleinere Schachtel, enthielt dann das heißersehnte Gerät, das etwas schmaler als DIN A5-Schreibhefte erscheint. Verpackt in einer Folienhülle, die vom Hersteller als Transportschutz gedacht ist, lag es nun vor mir.

Auf der Verpackungsfolienhülle bemerkt man erst auf den zweiten Blick, dass darauf schon die ersten Hinweise zur Bedienung markiert sind. Denn diese kleinen Piktogramme zum Ein-/Ausschalter bzw. Laut und Leise und microSD-Schacht habe ich im Eifer des Gefechtes zunächst nicht wahrgenommen.

Das beigelegte Bündel an Gerätedokumentation ist naturgemäß international gehalten und sollte nur mit scharfen Augen bzw. Lupe oder Brille studiert werden. Sicher hätte der Hersteller dafür auch eine etwas größere Schriftart wählen können. Dass letztendlich darin nur eine Kurzanleitung zur Bedienung enthalten ist, hat mich als Tablet-Neuling schon etwas verwundert. Den Hinweis zum Download des Handbuches sollte man als Tablet-Einsteiger also beachten und wahrnehmen.

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Starten: Erste Begegnung mit dem Tablet

Der Erststart des Gerätes erfolgte problemlos, nachdem ich den Akku zur Sicherheit voll aufgeladen hatte. Gleich nach dem Start und Einstellung der Länderkennung und Sprache erkannte das Gerät mein WLAN-Netz und forderte den Zugangsschlüssel und empfahl notwendige Updates nachzuladen. Dem kommt man natürlich als Neuling nach und wartet dann die notwendige Zeit ab …

Da ich das Handbuch zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung hatte, lag das Gerät nun vor mir und ich musste schon ein paar Minuten versuchen überhaupt erst mal den „Einstieg“ in den Tablet-Gebrauch zu finden. Die erste Sperre war dann auch bald überwunden und die vorinstallierten Apps präsentierten sich.

Staunen: Das Gerät im Betrieb

Da ich bereits über ein Google-Konto verfügte, wurden nach der Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort auch gleich einige Daten eingelesen, zum Beispiel Fotos und Kontakte. Dass diese Vorgänge allesamt sehr schnell absolviert wurden, muss an dieser Stelle ebenso erwähnt werden, wie das kontrastreiche Bild des Displays. Ich bin schon überrascht, welche Geschwindigkeit diese Geräte heutzutage besitzen und ja doch so spontan zur Verfügung stehen, wenn man bisher nur die langen Ladezeiten des Betriebssystems am PC gewohnt war.

Das Aktivieren des Gerätes aus dem Standby-Betrieb mittels 5-Finger-Griff auf das Display war auch eine neue Erfahrung. Irgendwie originell – aber es funktioniert. Übrigens: es müssen tatsächlich fünf Finger sein und nicht weniger.

Das kontrastreiche Display des Acer Iconia Tab 8 kann man jedoch nur in Innenräumen oder, falls man sich im Freien bewegt, im Schatten genießen. Spätestens auf der Terrasse unseres Hauses musste ich die Grenzen des Gerätes erkennen. Denn was in meiner Wohnstube ein brillantes Bild erzeugt, hat im Freien den Nachteil, sehr stark zu reflektieren und dient stellenweise als guter Spiegelersatz. Selbst bei Anpassung der Helligkeit stieß das Display an seine Grenzen. Aber das ist sicherlich technologisch schwer zu lösen – gestaltet man das Display matter, geht sicherlich die Brillanz der Bilder verloren.

„Bilder“ sind ein gutes Stichwort, um im Test fortzufahren. Die aufgespielten Bilder bzw. die Fotos die auf dem Google-Konto lagern, werden in einer sehr guten Qualität angezeigt. Auch Videos die man sich per YouTube ansieht oder aus den verschiedenen Mediatheken auf das Gerät lädt, haben gute bis sehr gute Qualität. Dass es bei meinen Tests gelegentlich zu Übertragungsstörungen kam, ist sicherlich meinem DSL-Anschluss geschuldet, der nach wie vor meinen Ansprüchen hinterher hinkt.

Acer-Iconia-Tab-8-Landscape-einhaendig-gehalten

Wer ein Tablet besitzt und nutzt, hat es üblicherweise in der Hand und berührt das Display mit dem Finger, um die Anwendungen zu starten und zu steuern. Das Acer Iconia Tab 8 hat ein Aluminiumgehäuse das eine gewisse Wertigkeit und Stabilität erwarten lässt. Leider ist die Entscheidung zu diesem Material bzw. der Gehäuseentwicklung aus meiner Sicht aber nicht hundertprozentig durchdacht und sollte für Folgeentwicklungen noch einmal überprüft werden. Das Material ist zwar matt, aber dennoch so glatt, dass gelegentlich die Gefahr besteht, dass das Gerät aus der Hand gleitet – obwohl ich schon eine relativ große Hand habe, um das Gerät zu greifen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Hersteller sowohl im Hoch- als auch Querformat Griffmulden aus Kunststoff, Silikon oder Ähnlichem einpasst, die das Tablet sicherer in der Hand liegen ließen. Freilich gibt es zu dem Gerät bereits Schutzhüllen als Zubehör zu kaufen, die dieses Problem möglicherweise ausschließen, aber in der Grundausstattung ist diese Gefahr eben vorhanden.

In einschlägigen Angeboten liest man von externen Tastaturen für das Acer Iconia Tab 8. Für meine Ansprüche genügte die Displaytastatur (Anmerkung: Es handelt sich um die Google-Tastatur. – d. Red.) bisher aber vollkommen und erfüllte die von mir erwarteten Leistungen. Auch die eingeblendeten Wortvorschläge erleichtern das Schreiben.

Leider brachten mir die bereits aufgespielten Apps nicht immer den erwarteten Erfolg bzw. starteten gar nicht. Die OfficeSuite 7 ist leider nur als Testversion vorhanden. Dabei wurde angezeigt, dass die Testperiode aber bereits abgelaufen ist und ich Premium-Version kaufen soll. Inklusive 1 Jahr Softwareschutz wird diese Version dann für rund 10 Euro angeboten und beinhaltet dann Unterstützung für Word-, Excel-, PowerPoint- und PDF-Dateien. (Anmerkung der Redaktion: Auf unserem Testgerät war die Office-Suite vollumfänglich für 45 Tage nutzbar)

Neben WLAN verfügt das Acer Iconia Tab 8 freilich auch über Bluetooth und verbindet sich mit meinem Samsung-Smartphone der ersten Generation problemlos zum Dateiaustausch.

Acer-Iconia-Tab-8-Rueckseite-Kamera-Linse

Es ist heute üblich, dass in nahezu alle Geräten eine Kamera verbaut ist. Für den Zweck der Videoübertragung per Skype oder ähnliche Dienste mögen die vorhandenen Kameras (2 MP Front-, 5 MP-Rückkamera) durchaus geeignet sein, auch der eine oder andere Schnappschuss sollte sich damit zur Not schießen lassen. Als Ersatz für eine Foto- oder gar eine Spiegelreflex-Kamera möchte ich das Tablet aber nicht benutzen, dafür waren mir die bisherigen Bilder einfach zu körnig – zumindest in Innenräumen, wo das Licht nicht perfekt ist. Für Aufnahmen im Freien und wie oben genannt für Schnappschüsse ist die Tablet-Kamera in Ordnung, aber auch hier macht es sich bemerkbar, dass das Tablet etwas zu unsicher in der Hand liegt und man bemüht ist, es festzuhalten. Dabei gerät auch leicht mal die linke Hand vor die Linse und erscheint auf dem Bild oder Video.

Was den Klang angeht, habe ich feststellen müssen dass es sehr große Unterschiede gibt, die aber wahrscheinlich auch vom Abgespielten abhängig sind. Mal ist die Lautstärke unterdurchschnittlich, mal ist sie ist sie in Ordnung. Mir ist aber auch klar, dass es technische Grenzen gibt die mit einem Gerät dieser Größe nicht überschritten werden können, deshalb bin ich im Grunde damit zufrieden.

Die Ausdauer des Akkus betrachte ich als akzeptabel, auch wenn die angegebenen 7,5 Stunden des Herstellers von mir nicht erreicht wurden. Zum Laden legt der Hersteller ein für Deutschland geeignetes Ladegerät bei, das auch ein USB-Kabel besitzt. Demzufolge kann man das Acer Iconia Tab 8 auch per USB-Port am Computer laden.

Den internen Speicherplatz von 16 GB habe ich während der Testphase bereits zu 50 Prozent ausgelastet. Sicher werde ich mir bald eine zusätzliche micro SD-Speicherkarte installieren, um genügend Speicher-Reserven zur Verfügung zu haben.

Acer-Iconia-Tab-8-Oberseite-Seite-Ports-Micro-USB-HDMI-Headphone-Jack

Wie praktisch alle modernen Smartphones und Tablets besitzt auch das Acer Iconia Tab 8 eine GPS-Funktion. Praktischerweise wird neben dem amerikanischen GPS wird auch das russische GLONASS-System unterstützt, das garantiert eine genauere Ortung beispielsweise unter Google Maps.

Mein Fazit zum Acer Iconia Tab 8

Durch den Produkttest konnte ich mich auch als Tablet-Einsteiger mit dem Acer Iconia Tab 8 vertraut machen. Ich lernte ein Gerät kennen, das eine rasante Arbeitsgeschwindigkeit und gute bis sehr gute Bild- und Tonqualität bietet. Für diesen Preis ist das Gerät durchaus empfehlenswert. Es macht einen wertigen Eindruck, besitzt jedoch Reserven was die erwähnten Verbesserungsvorschläge in Bezug auf das Handling betrifft. Das Acer Iconia Tab 8 leistet mir als Werkzeug im Alltag für Terminverwaltung und Kommunikation sehr gute Dienste leisten und harmoniert dank unterstützter Standards wie HDMI, WLAN und Bluetooth sehr gut mit anderen Geräten.

Hinweis: Die Bilder in diesem Artikel sind von der androidnext-Redaktion angefertigt worden.

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