Acer Iconia Tab 8 im Lesertest (3): Super-Display und aktuelles Android überzeugen

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Im Rahmen einer Lesertest-Aktion haben wir an fünf androidnext-Leser mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten das Acer Iconia Tab 8 verschickt, um nach ihrer Meinung zum Gerät zu fragen. In diesem Artikel folgt der Testbericht von Mehmet K. (20) aus dem westfälischen Kamp-Lintfort, der angewandte Informatik in Essen studiert. Er hat schon viele Smartphones besessen, aktuell nutzt er ein Moto X, der Lesertest ist aber seine erste direkte Erfahrung mit einem eigenen Tablet.

Acer Iconia Tab 8 im Lesertest (3): Super-Display und aktuelles Android überzeugen

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Das Warten hatte ein Ende, als der Postbote bei mir klingelte. Endlich lag sie vor mir, die schön kompakt gehaltene Verpackung des Acer Iconia Tab 8.

Nach dem Öffnen findet man das Gerät gleich zuoberst. Darüber hinaus beziehungsweise weiter unten in der Packung befinden sich im Lieferumfang noch eine Bedienungsanleitung, ein USB-Netzteil und ein Ladekabel im Micro-USB-Standard. Erstes Fazit: Hier hat Acer seine Pflichten erfüllt und das Wichtigste an Zubehör mitgeliefert.

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(Bilder vom Autoren)

Nachdem man die Schutzfolie vom Tablet abzieht, hält man das ziemlich leichte Gerät in Händen – oder auch in der Hand. Denn die Maße sind mit 21,5 x 13 x 0,85 cm kein Hindernis für das einhändige Halten. Auf der Frontseite sticht natürlich sofort das schöne Display hervor, das von einem eher schmalen Rahmen umgeben ist. Unten am Display ist unter dem Glas das silberfarbene Logo von Acer abgebildet, außerdem gibt es nur noch die sekundäre Kamera auf der Frontseite, welche logischerweise über dem Display platziert ist.

Die hochwertige Aluminium-Rückseite besitzt neben dem zentral platzierten und sich gut anfühlenden Logo von Acer auch noch zwei weitere wichtige optische Merkmale: Einerseits die 5 MP-Hauptkamera ohne LED, andererseits die Lautsprecher, die leider (im Portrait-Modus gehalten) ganz unten platziert wurden. Anders als bei Geräten mit Frontlautsprechern kann man das Tablet nicht einfach auf dem Tisch liegen lassen, ohne dass der Klang darunter leidet.

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(Bild vom Autoren)

Auf der rechten Seite befindet sich neben dem Power-Button auch die Lautstärke-Wippe, beide sind angenehm zu bedienen. Der Druckpunkt der Tasten ist sehr gut, sie fühlen sich hochwertig verarbeitet an. Hier wäre mein einziger Kritikpunkt, dass die Tasten eher auf der Rückseite als an der Seite liegen. Anschlüsse für Kopfhörer, Micro-USB und Mini-HDMI findet man auf der oberen Seite, sowie einen microSD-Kartenslot auf der linken Seite. Generell kann sich die Optik durchaus sehen lassen und auch die Haptik und die Verarbeitung sind mehr als zufriedenstellend.

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Das Acer Iconia Tab 8 im Betrieb

Schaltet man nun das Gerät ein, fährt es innerhalb weniger Sekunden hoch. Zunächst muss man sein Google-Konto einrichten. Nach diesem Schritt ist nichts weiter zu tun und man kann seinen Blick durch das System schweifen lassen. Auffällig und vielleicht nicht für jeden Nutzer von Vorteil sind die vielen vorinstallierten Apps, die man nicht deinstallieren kann. Wer diese Apps nicht sehen möchte, kann sie höchstens deaktivieren und somit ausblenden – der belegte Speicherplatz wird dadurch jedoch nicht befreit. Wem die 16 GB an Speicherplatz nicht ausreichen, kann den Speicherplatz mit einer microSD-Speicherkarte erweitern.

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Ansonsten hat Acer Android nicht sonderlich stark modifiziert, man erhält eine schlichte Android 4.4.2 Version, die mit dem Intel Quad-Core-Prozessor (1,86 GHz) äußerst flüssig läuft. Auch hochauflösende Videos laufen ohne Probleme und machen einfach sehr viel Spaß. Farben kommen sehr schön rüber und das Display ist in dem Fall wirklich ein Highlight. Auch beim Surfen und bei Spielen (getestet wurden unter anderem „Ninja Jump“ und „Minion Rush“) läuft das Tablet einwandfrei. Die Performance ist durchweg angenehm, davon wird der Benutzer umgehend überzeugt. Für den Alltagsgebrauch sollten die 2 GB RAM absolut ausreichen und den Nutzer jederzeit zufriedenstellen.

Weiterhin hat Acer eine nützliche Funktion namens „Touch WakeApp“ eingebaut. Damit kann man das Tablet entweder aktivieren, indem man mit fünf Fingern das Display berührt, oder das Tablet im Hochformat-Modus mit beiden Daumen berührt. Wer dieses coole Feature nicht nutzen möchte, kann es aber auch einfach ausstellen.

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Kommen wir zur Kamera. Die vorinstallierte App ist relativ einfach gehalten. Unten im Bildschirm kann man zwischen Foto- und Videoaufnahmen wechseln oder aber auch die Frontkamera aktivieren. Rechts findet man eine Leiste für die Zoomfunktion, sowie zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten auf der linken Seite. Eine tolle Option ist hier die Möglichkeit, eine Collage zu erstellen. Die Qualität der Fotos ist akzeptabel – zwar nicht mit guten Kameras zu vergleichen, doch liefert sie für ein Tablet durchaus brauchbare Ergebnisse. Neben der 5 MP-Hauptkamera bietet sich auch die Frontkamera mit 2 MP für Selfies oder Videogespräche an, sie tut was sie soll.

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Apropos Videogespräche: Diese laufen mit stabiler und schneller Internetverbindung sehr gut und auch die Lautsprecher sind laut und sind für diesen Zweck gut geeignet. Will man jedoch Musik in voller Lautstärke hören und legt Wert auf Klangqualität, sind die Lautsprecher etwas überfordert. Ein leichtes Rauschen begleitet den Klang, wirklich gut hört sich das meiner Meinung nach nicht an. Auch die Ladezeiten für den Akku finde ich persönlich etwas zu lang und würde dies als Kritikpunkt notieren, das wird jedoch ausgeglichen durch die Tatsache, dass man bei wirklich intensiver Nutzung eine Laufzeit von etwas mehr als 7 Stunden erreicht und somit knapp an die vom Hersteller angegebene Zeit von 7,5 Stunden herankommt. Für mich ist das absolut in Ordnung, da man mit weniger Nutzung sogar noch längere Laufzeiten erreichen kann. Will man das Tablet beispielsweise in eine Vorlesung mitnehmen und das Script darüber mitverfolgen, so hat man überhaupt keine Probleme mit der Laufzeit.

Fazit

Generell hat das Tablet bei mir einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Manchmal hatte ich den Eindruck, einfach mein Smartphone (ein Moto X) mit größerem Display zu bedienen, da die Betriebssysteme fast identisch sind. Auch fand ich die Nutzung des Tablets sehr praktisch um beispielsweise Videos anzuschauen, Videos via HDMI auf das TV-Gerät zu übertragen, Spiele zu spielen oder aber auch um PDF-Dateien durchzulesen oder eben im Internet zu surfen. Denn es macht darauf wirklich Spaß, Texte durchzulesen. Dank der Performance kann man sich sehr leicht durch die Dateien hin und her bewegen.

Persönliches Fazit

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Mit dem Iconia Tab 8 spricht Acer jeden an, der 7 Zoll zu klein und 10 Zoll wiederum zu groß findet. Ich persönlich finde 8 Zoll als Größe wirklich angenehm, zumal sich das Gerät dank seiner kompakten Ausmaße problemlos überallhin mittransportieren lässt. Nach dem Highlight des Acer Iconia Tab 8 gefragt, würde ich definitiv das Full-HD-Display mit seinen sehr guten Blickwinkeln nennen.

Meiner Meinung nach bekommt der Käufer eines Acer Iconia Tab 8 zum Preis von 199 Euro ein schickes und durchaus empfehlenswertes Tablet mit einem super Display, das zudem mit der aktuellen 4.4.2 Android-Version ausgestattet ist. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung für alle, die aktuell auf der Suche nach einem guten Tablet sind und nicht mehr als 200 Euro ausgeben wollen.

Hinweis: Sofern nicht anders angegeben, stammen aller Bilder des Gerätes aus der androidnext-Redaktion.

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