Adobe InDesign CS6: Werkzeug für digitale Anwendungen

Katharina Sckommodau

HTML-Unterstützung

Ebenfalls neu ist der Befehl HTML einfügen, er befindet sich im Menü Objekt. Als Code kann beispielsweise die Adresse des Ausschnitts einer interaktiven Karte (beispielsweise bei Google Maps) übernommen werden. Wird der Link dann auf einer Seite platziert, ist der, vom HTML-Code angesteuerte Kartenausschnitt zu sehen. Der Code lässt sich zudem über das Kontext-Menü weiter bearbeiten – vorausgesetzt es sind die nötigen Kenntnisse vorhanden.

Wird ein eingebetteter Code dann in das HTML-, EPUB3- oder FOLIO-Format exportiert, bleibt die Interaktivität des Kartenausschnitts weiterhin erhalten. Der Betrachter kann also in der Karte zoomen, oder den Ausschnitt verschieben.

Content Collector Tool

Oft geht es in InDesign darum, bereits vorhandene Elemente einzeln oder im Verbund erneut zu platzieren. Bislang gelang das über die Bibliothek, in der gefüllte Rahmen abgelegt und auf eine neue Seite oder auch in ein anderes Dokument gezogen werden konnten.

Schneller und flexibler erledigt diese Aufgabe nun das Content Collector Tool: Damit lassen sich mehrere Rahmen „aufsammeln“ und in einer Leiste „zwischenlagern“. Diese können dann auf einer neuen Seite platziert werden. Besagte Leiste erscheint beim Aufruf des Werkzeugs.

Hier gibt es zwei Modi:

  • einen zum Sammeln,
  • den anderen zum Platzieren.

Beim Platzieren eines zuvor gesammelten Rahmens kann dann dessen Kopie in einer beliebig neuen Größe aufgezogen werden. Zudem kann der Anwender wählen, ob die Kopie mit dem Original verknüpft sein soll (Link). Ist sie verknüpft, werden Änderungen am Original auch von der Kopie übernommen.

Mehrere Elemente lassen sich auch zuvor auf herkömmlichen Weg auswählen und dann erst über den Content Collector sammeln. Die Sammlung erscheint dann als Stapel in der Leiste, eine kleine Ziffer weist auf die Anzahl der einzelnen Bestandteile hin. Wird eine solche Gruppe platziert, kann sie ebenfalls in einer variablen Größe aufgezogen werden. Im Beispiel unten sind die interaktive Karte und einzelne Quadrate aus dem oberen Beispiel gesammelt. Ganz recht in der Sammlung befinden sich alle Quadrate zusammen im Stapel.

Noch weitgreifender sind hier die Möglichkeiten bei Textrahmen. Ist die Optiom Map Styles aktiviert, kann über den Dialog Custom Style Mapping der platzierten Kopie eines Textrahmens ein neues Format zuweisen – vorausgesetzt es wurde zuvor ein solches Absatz- oder Zeichenformat angelegt.

Weitere neue Funktionen:

  • EPUB 3.0: InDesign unterstützt nun auch das Format EPUB 3.0. Wählt man EPUB 3.0 mit Layout, wird auch das neue Liquid Layout berücksichtigt. Diese Option ist jedoch noch kein Standard!
  • PDF Formulare: Das komplette Layout eines PDF Formulars kann nun in InDesign erstellt werden. Dafür gibt es im Bedienfeld Schaltflächen und Formulare verschiedene Objekte, die bereits als Optionsfeld definiert sind. So lassen sich Textboxen oder Felder zum Ankreuzen anlegen. PDFs können nun auch in ein Zielprofil konvertiert werden, etwa in ein Graustufen-Profil.
  • Schriften: In allen Schriftmenüs befinden sich in der oberen Hälfte die vier zuletzt verwendeten Schriften. Das erspart dem Anwender die bislang lästige Suche.
  • Unterstützung weiterer Sprachen: Über den Direktvertrieb von Adobe ist eine spezielle Sprachversion für die Sprachen aus dem Nahen Osten verfügbar. Zudem werden jetzt auch indische Sprachen unterstützt: Der World-Ready Composer kann für Sprachen wie Hindi oder Punjabi und für komplexe Zeichensätze wie Arabisch und Hebräisch verwendet werden. Dafür ist eine alternative Textbild-Engine mit der englischsprachigen Version (International) erhältlich.

Fazit

Ein Update ist allen zu empfehlen, die Layout für digitale Anwendungen planen und erstellen. Hier sind besonders die neuen Funktionen Liquid Layout und Alternatives Layout hervorzuheben. Weitere Neuerungen erleichtern das Einbinden interaktiver Elemente, wie etwa Karten oder PDF-Formulare.

 

 

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