Nest Cam IQ: Diese Indoor-Kamera verfolgt Einbrecher

Johann Philipp

Smart-Home-Spezialist Nest bringt Ende Juni eine neue Indoor-Kamera nach Deutschland, die das Haus überwacht und Personen verfolgt. Die „Nest Cam IQ“ bietet einen 4K-Sensor, HDR und Nachtsicht, doch wie intelligent ist die Kamera wirklich?

Nest Cam IQ – Teaser.

Die erste Indoor-Kamera „Nest Cam“ ist erst seit Anfang dieses Jahres in Deutschland erhältlich, da bringt das Unternehmen Nest schon eine überarbeitete Version zu uns. Die „Nest Cam IQ“ soll durch einen 4K-Bildsensor ein noch schärferes Bild bieten und durch einen flexiblen Standfuß erkannte Personen automatisch durch das Zimmer verfolgen.

Videoaufnahmen werden auf Nest-Server gespeichert

Die Kamera wird über WLAN mit dem Internet verbunden und lässt sich über die eigene Nest-App steuern. Für einige Funktionen benötigt der Besitzer ein kostenpflichtiges Abo, sonst werden nur die Aufnahmen der letzten drei Stunden gespeichert. Für 10 bis 30 Euro pro Monat lässt sich die Speicherung auf bis zu einen Monat verlängern.

Kamera unterscheidet zwischen Haustier und Einbrecher

Wenn die Kamera eine Bewegung feststellt, wird eine Benachrichtigung an das Smartphone des Nutzers gesendet. Er kann sich dann das Livevideo ansehen und feststellen, ob der Nachbar bloß die Blumen gießt, oder ein Einbrecher das Haus leer räumt. Diese Erkennung wurde weiterentwickelt und wird jetzt nicht nur bei einfacher Bewegung aufmerksam, sondern differenziert zwischen der Bewegung einer Katze und einem Menschen. Zusätzlich unterstützt die Cam IQ jetzt auch Gesichtserkennung. Damit merkt sich die Kamera bekannte Gesichter und kann Familienmitglieder von fremden Personen unterscheiden.

Nest Cam IQ verfolgt Personen

Die neue Kamera steht auf einem flexiblen Fuß, der sich horizontal und vertikal durch einen kleinen Motor bewegen kann. Dadurch richtet sich die Linse immer auf die Person, die entdeckt wurde und folgt ihr durch den Raum. So kann die Kamera den Raum im Winkel von bis zu 130 Grad beobachten. Um die Kameralinse herum ist ein Leuchtring eingebaut, der Personen signalisiert, wenn über die Kamera gesprochen wird. Über die Nest-App kann von unterwegs aus die Person, die im Bild zu sehen ist, gezielt angesprochen werden.

8-MP-Kamera, HDR und Nachsicht

Die technischen Daten der Kamera wurden in allen Bereichen zum Vorgänger verbessert. Ein 4K-Bildsensor mit 8 MP Auflösung und bis zu 12-fachem digitalen Zoom soll scharfe Bilder liefern. Auch die Nachtsichtfunktion und die Mikrofone wurde verbessert. Ein neues Highlight sind neue Audiowarnungen: Die Kamera lauscht kontinuierlich nach verdächtigen Geräuschen. Wenn alle Bewohner unterwegs sind und die Kamera trotzdem Stimmen registriert, kann das ein Hinweis auf Einbrecher sein. Die Kamera schickt dann eine Warnung an die Bewohner. Gute Nachricht: Die Funktion soll als Update auch für die bisherigen Nest-Kameras angeboten werden.

Videos nur in 1080p

Trotz des 4K-Sensors werden Videoaufnahmen standardmäßig „nur“ in einer Auflösung von 1080p (1920 x 1080) aufgenommen. Das liegt vor allem daran, dass die Internetverbindung des Nutzers nicht zu stark belastet werden soll und die Datenspeicher von Nest sonst deutlich mehr Kapazität bieten müssten. Der neue Bildsensor ist vor allem für den verbesserten Zoom notwendig: Die 4K-Fähigkeit nutzt die Kamera, um bei Bedarf in das Bild hineinzuzoomen und trotzdem noch ein scharfes Bild zu liefern. Hierbei hilft auch die HDR-Funktion. Im Fall eines Einbruchs soll die Polizei damit Einbrecher leichter identifizieren können, verspricht Nest.

Verkaufsstart Ende Juni

Die Kamera lässt sich ab dem 13. Juni in Deutschland vorbestellen und wird ab Ende Juni ausgeliefert. Der Preis liegt mit 349 Euro deutlich höher als beim Vorgängermodell, das aktuell für 169 Euro angeboten wird. Für die ersten 30 Tage gibt es das Nest-Aware-Abo zum Testen kostenlos dazu.

Quelle: Nest, via Golem

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