Alexa, eine Aspirin bitte! Wird Amazon zur Online-Apotheke?

Arne Düsterhöft

Alexa bekommt wohl bald eine Weiterbildung zur Apothekerin: Amazon möchte das Geschäftsmodell von Amazon Prime nämlich gern auf Medikamente ausdehnen. Noch in diesem Jahr könnte der Versandriese so das Gesundheitsgeschäft kräftig aufmischen.

Alexa, eine Aspirin bitte! Wird Amazon zur Online-Apotheke?
Bildquelle: Flickr - Metropolico.org (CC BY-SA 2.0).

Mit Amazon Prime werden bereits heute in vielen Städten Deutschlands Amazon-Bestellungen noch am selben Tag ausgeliefert. Branchenkennern zufolge möchte der Versandhändler seinen Premiumdienst jetzt auch auf das Apothekengeschäft ausdehnen. Auf der Suche nach einem Exklusivpartner steht Amazon in Verhandlungen mit Versandapotheken und Apotheken vor Ort.

Von Amazon selbst gibt es hierzu zwar noch keine Stellungnahme, doch der Markt des Expressversands von Medikamenten könnte sich für den Versandhändler lohnen: Bereits jetzt werden von Apotheken in Großstädten bis zu 80 Prozent des Umsatzes mit Lieferung für den selben Tag gemacht. Ein Unternehmen, das sich die Optimierung des Versands auf die Fahnen schreibt, könnte diese Branche also gehörig aufwirbeln. Schon heute ist Amazon in den Top 10 für Medikamentenbestellungen per Versandapotheken, die über Amazon operieren.

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Eine Expresslieferung innerhalb von zwei oder gar einer Stunde, wie es in Berlin und München über Prime Now möglich ist, wird jedoch von Insidern der Branche für Gesundheitsprodukte bezweifelt. Die Suche nach einem starken Partner in der Apothekenwelt deutet an, dass Aufträge für Medikamente von Amazon an die Partnerapotheke weitergeleitet werden. Diese liefert die bestellte Ware an einen Umschlagplatz von Amazon, von dem sie durch die hauseigenen Logistiker weitergeleitet wird. Inklusive Abholung und Übergabe sei eine Lieferung unter drei Stunden nicht realistisch.

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Eine Apotheke als Ansprechpartner ersetzt Amazon Prime selbstverständlich nicht. Gerade bei Medikamenten wird beim Kauf vor Ort auch gern ein persönlicher Rat eingeholt. Für Versandapotheken könnte sich Amazon jedoch in Zukunft als große Konkurrenz erweisen.

Quelle: Apotheke adhoc

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