Amazon-Abzocke: Gefälschte E-Mails sorgen für Verwirrung

Peter Hryciuk

„Guten Tag, Ihr Amazon-Nutzerkonto wurde aufgrund von Verdächtigen Aktivitäten eingeschränkt.“ – Wer eine E-Mail mit diesem oder ähnlichem Inhalt erhalten hat, sollte sich in Acht nehmen, denn es handelt sich um einen neuen Amazon-Phishing-Betrug. Nun sind neue E-Mails aufgetaucht.

Amazon-Abzocke: Gefälschte E-Mails sorgen für Verwirrung

Amazon-Phishing: Gefälschte E-Mails im Umlauf

Update vom 30.11.2017, 09:35 Uhr: Nun hat es auch einen Redakteur von uns getroffen. Folgende Amazon-Phising-Mail ist in sein Postfach geflattert:
amazon-phishing-29-november-2017
Einen Schaden hat die Mail zum Glück nicht angerichtet, denn der gefälschte Link wurde mittlerweile deaktiviert. Selbst wenn man also drauf geklickt hätte, wäre nichts passiert. Trotzdem dürfte die Anzahl von Abzock-E-Mails vor Weihnachten noch einmal deutlich steigen, sodass man immer ganz genau aufpassen muss, ob die E-Mail wirklich echt ist. Im Zweifel immer direkt Amazon besuchen und schauen, ob der Login klappt und ob dort bestimmte Aktionen notwendig sind. Nie über einen Link aus einer E-Mail gehen.

Originalartikel vom 02.11.2017:

In den sozialen Netzwerken und in diversen Foren häufen sich aktuell die Berichte über gefälschte E-Mails, die angeblich von Amazon stammen sollen. Dies ist nicht der Fall – es handelt sich um Phishing-Betrug, bei dem mit der Angst der Amazon-Kunden gespielt wird.

In der neusten Betrugsmasche per E-Mail stehen Sätze wie „Ihre Bestellung wurde storniert“ oder „Autorisierung fehlgeschlagen“. Dabei handelt es sich wieder um Betrug. Ziel ist es die verunsicherten Amazon-Nutzer über den Button oder Link in der gefälschten E-Mail auf eine manipulierte Amazon-Seite zu locken und dort den Login mit den echten Daten zu erhalten. Schon haben die Nutzer Zugriff auf das Konto.

In weiteren Mails wird behauptet, dass aufgrund von „verdächtigen Aktivitäten“ das Amazon-Konto angeblich „eingeschränkt“ worden sei. Um den vollen Umfang des Amazon-Kontos wiederherzustellen, solle man die persönlichen Daten auf der verlinkten Webseite angeben. Achtung: Durch diese angebliche Verifizierung der Daten riskiert man die Sicherheit des eigenen Amazon-Kontos, da die Informationen in die Hände der Betrüger gelangen.

Die E-Mail ist ähnlich aufgebaut wie ein Hinweis von Amazon, den Kunden bekommen, die zu viele Bestellungen zurückgeschickt haben. Wir hatten erst kürzlich darüber berichtet.

Amazon verlangt keine Bearbeitungsgebühr!

Zusätzlicher Druck wird durch folgenden Hinweis aufgebaut: Antwortet oder reagiert man nicht auf die gefälschte E-Mail von Amazon, werde das Konto innerhalb von 14 Tagen gesperrt, so die Drohung in der Mail. Das koste den Kunden 19,95 Euro an Bearbeitungsgebühr. Spätestens jetzt sollte man stutzig werden, denn Amazon verlangt – wie andere Händler auch – solche Gebühren nicht.

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Regelmäßige Identitätskontrolle

Neben der Mail zu „verdächtigen Aktivitäten“ gibt es aktuell eine weitere Methode, womit Betrüger per Mail an die Zugangsdaten von Amazon-Kunden gelangen möchten: durch die angebliche regelmäßige Identitätskontrolle. Zu dieser sei Amazon gesetzlich verpflichtet, behauptet der Text in der Mail. Auch hierbei handelt es sich um Phishing: Die Amazon-Kunden sollen ihre Daten bestätigen – und werden diese durch diesen Schritt erst wirklich los.

Es gibt noch zahlreiche ähnliche E-Mails, die fälschlicher Weise vorgeben, von Amazon zu stammen – zum Beispiel die „Prüfung einer Transaktion“. Ziel ist es immer nur, an die Daten der Amazon-Kunden zu kommen, um dann damit unberechtigte Einkäufe oder Verkäufe tätigen zu können.

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Wirklich?! Amazon, eBay und Co. verlangen Geld für kostenlose Programme.

Amazon-Konto schützen

Um euren Account zu schützen, solltet ihr unbedingt die „Amazon Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren“. So werden Transaktionen zusätzlich abgesichert und mit einem immer wieder erneuerten Code verifiziert. Weiterhin sollte man nie auf Links oder Buttons in E-Mails von Amazon klicken, sondern nur direkt über die Startseite auf das eigene Konto zugreifen. Gefälschte Webseiten können zum Verwechseln ähnlich aussehen. Sollte man trotzdem auf den Betrug reinfallen, muss man sofort das Passwort ändern. Falls das nicht mehr geht, direkt an den Amazon-Support wenden, damit das Konto nicht missbraucht wird.

via onlinewarnungen  – Danke Jens Update onlinewarnungen

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