Amazon: Chromecast-Konkurrent mit Spielefunktion könnte nächste Woche vorgestellt werden

Rafael Thiel 2

Amazon hat gestern damit begonnen Einladungen zu einem Event zu verteilen, das am kommenden Mittwoch, den 2. April, in New York veranstaltet wird. Man rechnet damit, dass der E-Händler im Zuge der Veranstaltung seine Antwort auf Googles Chromecast und die Set-Top-Box Apple TV präsentiert, bei dem es sich um eine Art TV-Stick handeln soll.

Amazon: Chromecast-Konkurrent mit Spielefunktion könnte nächste Woche vorgestellt werden

Unter dem Slogan „Please join us for an Update on our Video Business“ lädt Amazons Peter Larsen, Vizepräsident der Kindle-Abteilung, nach New York zu einem Event am 2. April um 11 Uhr Ortszeit ein. Dem Vernehmen nach soll der Internet-Riese seine bereits lange durch die Gerüchteküche geisternde Set-Top-Box vorstellen. Angeblich wurde die Vorstellung des Geräts bereits mehrere Male nach hinten verschoben, nächsten Mittwoch werden wir das Produkt aber anscheinend schlussendlich zu Gesicht bekommen.

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Das Gerät soll auf einer bislang nicht näher definierten Version von Android basieren, wobei wir davon ausgehen können, dass Amazon abermals einen eigens entwickelten Fork à la Fire OS einsetzt, wie er auch bei den hauseigenen Kindle-Tablets zu finden ist. Entsprechend wird der Stick möglicherweise keine Google-Zertifizierung besitzen und in Folge dessen auch keinen Zugang zum Play Store. Wie von Amazon üblich, werden Inhalte mutmaßlich über die hauseigenen Vertriebskanäle angeboten – diese beinhalten Apps, Filme, Serien und mehr.

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Zuletzt wurde auch ein möglicher Controller für eben jene Set-Top-Box gesichtet, welcher nahelegt, dass man über das Gerät auch spielen können wird. Dem Wall Street Journal zufolge, sollen zudem die US-amerikanischen Video-Streaming-Dienste Netflix und Hulu nativ unterstützt werden. Ebenfalls berichtete die Zeitung von einem kostenlosen Streaming-Dienst von Amazon, wobei das Unternehmen ein solches daraufhin sofort vehement bestritt. „Wir sind häufig am Experimentieren mit neuen Dingen, aber wir haben nicht vor, einen kostenlosen Medien-Streaming-Dienst anzubieten“, gab ein Sprecher zu Protokoll.

Angesichts der Strategie, die Amazon üblicherweise fährt, dürfte der Preis der Set-Top-Box vergleichsweise gering ausfallen. Da aber Dienste wie Netflix und Hulu hierzulande (noch) nicht verfügbar sind, ist es fraglich, ob das Gerät auch in Deutschland verkauft werden wird. Am kommenden Mittwoch wissen wir mehr.

Quellen: TheVerge, Variety

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