Amazon Echo: Alexa kann flüstern und sperrt Werbung aus

Johann Philipp

Die Amazon Echo Geräte bekommen eine neue Funktion, die ihre Sprachassistentin Alexa noch menschlicher klingen lässt. Was bringt die Nachhilfe?

Amazons smarte Sprachassistentin Alexa steht in vielen Wohnzimmern. Sie liest Nachrichten vor, spielt Musik, oder berichtet, wie das Wetter wird. Ihr größter Nachteil war immer ihre Stimme: keine Emotionen, keine Pausen, keine Variation. Sie klingt genau nach dem, was sie ist: ein Roboter. Amazon bessert jetzt nach und haucht der Sprachassistentin etwas mehr Emotionen ein.

Ach du heiliger Strohsack

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Die Grusel-Hölle der Amazon-Empfehlungen

Entwickler der sogenannten Skills können festlegen, wie Alexa sprechen soll. Die Geschwindigkeit, Tonhöhe und Betonung lassen sich variieren. Außerdem kann Alexa jetzt flüstern, Wörter wegpiepsen und Abkürzungen vorlesen. Diese sogenannten SSML-Tags müssen Entwickler in ihre Skills einbauen. Die Skills sind Erweiterungen, also kleine Apps, die vom Besitzer installiert werden können. Damit kann der Nutzer die Funktionen von Alexa erweitern.

Auch für die deutsche Version wird es das Update geben. Zusätzlich hat Alexa neue Redewendungen gelernt. Amazon nennt diese Funktion „Speechcon Reference“. Sie kennt jetzt unter anderem „heiliger Strohsack“, „Ich glaub, mich knutscht ein Elch“ und „Donnerwetter“. Eine Liste mit allen Redewendungen und Soundbeispielen findet ihr auf dieser Amazon-Website.

Keine Werbung in Skills

In den Richtlinien für die Zulassung der Skills hat Amazon jetzt verordnet, dass keine Werbung eingeblendet werden darf. Die Entwickler der Skills wollen mit der Einblendung Geld verdienen. Amazon sieht dafür keine Notwenigkeit. Eine Frechheit gegenüber den Entwicklern, ein Segen für alle Kunden. In den letzten Wochen gab es immer wieder Meldungen, dass uns Alexa bald mit Werbung zuquatschen wird. Mit den neuen Richtlinien ist dieses Thema vom Tisch.

Nur Musikstreaming, Radio, oder Tageszusammenfassungen dürfen Werbung enthalten. Allerdings darf sie nicht von der Alexa-Stimme vorgelesen werden, sondern muss vorher durch eine menschliche Stimme aufgezeichnet werden, oder zum Dienst gehören. Wenn ein Radiosender beispielsweise in seinem Programm Werbung einblendet, wird diese auch über den Echo wiedergegeben.

Amazon: Befehle für Alexa.

Bei Missachtung kann der Skill gesperrt werden

Wenn sich die Entwickler nicht an die neue Richtlinie halten, laufen sie Gefahr, dass ihr Skill von Amazon gesperrt wird. Dass die Entwickler mit sogenannten „Sponsored Messages“ Geld verdienen wollen, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich sind alle Skills kostenlos erhältlich. Da es mittlerweile viele unterschiedliche Sprachassistenten gibt, haben sich Agenturen gegründet, die für ihre Kunden die Entwicklung der Skills übernehmen. Eine davon ist Voice Labs. Die Agentur berichtet, dass immer mehr Entwickler die Einnahmemöglichkeiten für Skills vermissen.

Quelle: Amazon, Golem

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