Amazon Echo: Alexa schneidet heimlich Gespräch mit – und schickt es an Arbeitskollegen

Johann Philipp 5

Schockmoment bei einem Pärchen in den USA: Ihr Amazon Echo zeichnet ein privates Gespräch auf und schickt es an einen Arbeitskollegen – ohne, dass die Besitzer etwas mitbekommen.

Amazon Echo: Alexa schneidet heimlich Gespräch mit – und schickt es an Arbeitskollegen

Amazon Echo schickt Gespräch heimlich an Kontakt

Eigentlich sind die Echo-Geräte von Amazon dazu gebaut, auf Zuruf ihrer Besitzer Fragen zu beantworten oder Musik abzuspielen. Seit letztem Jahr kann man mit den smarten Lautsprechern allerdings auch telefonieren und Nachrichten verschicken. Diese Funktion wurde einem Paar aus Portland in den USA unfreiwillig zum Verhängnis.

Die beiden unterhielten sich in ihrer Wohnung über Holzfußböden, als plötzlich ein Arbeitskollege anrief: Aufgeregt meinte dieser, dass sie sofort ihren Echo-Lautsprecher ausschalten sollen, weil sie womöglich gehackt wurden. Der Bekannte erzählte, dass er eine Nachricht mit dem Gespräch des Paares bekommen hatte.

Der Amazon Echo hatte ohne das Wissen seiner Besitzer das Gespräch zwischen den Eheleuten aufgezeichnet und verschickt. Das Paar fragte bei Amazon nach, wie es zu so einem Vorfall kommen kann. Das Unternehmen hat den Vorfall bestätigt und mittlerweile auch eine Erklärung herausgegeben.

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Alexa hat Gespräch missverstanden

Amazon spricht von einer „unwahrscheinlichen“ Verkettung von Ereignissen: Alexa habe ein Wort in einer Unterhaltung als ihr Aktivierungswort „Alexa“ missverstanden. Anschließend die Phrase „schicke Nachricht“ verstanden und „An wen?“ gefragt. Daraufhin dann einen Namen aus der Unterhaltung herausgehört und sogar nach einer Bestätigung gefragt und „richtig“ verstanden. Somit wurde das Gespräch aufgezeichnet und als Nachricht an den Kollegen geschickt. Von all dem sollen die Besitzer allerdings nichts bekommen haben.

Es ist schon eine merkwürdige Häufung von Missverständnissen. Eigentlich kann uns Alexa nämlich gar nicht abhören. Amazon verspricht: „Optionen zu evaluieren, um solche Ereignisse noch unwahrscheinlicher zu machen“. Die Besitzer haben von ihrer smarten Sprachassistentin jedenfalls erst mal genug. Das Gerät will die Ehefrau nach dem Vorfall nicht wieder anschließen und spricht von einer „totalen Verletzung der Privatsphäre“.

Vielleicht steigt sie eher auf den Google Home um. Die Unterschiede erklären wir im Video:

Amazon Echo Dot und Google Home Mini im Vergleich.

Es ist schon der zweite Imageschaden, den Amazon hinnehmen muss. Erst vor wenigen Wochen berichteten auch wir über merkwürdiges Gelächter, das Alexa auf einmal von sich gab. Wenn smarte Lautsprecher weiterhin erfolgreich bleiben sollen, muss Amazon solche Vorfälle schleunigst vermeiden.

Quelle: Recode, Kiro7

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