Amazon Echo: Ein Albtraum für Datenschützer

Thomas Lumesberger

Mit Amazon Echo und Amazon Echo Dot kommen zwei smarte Lautsprecher ins Haus, die noch mehr Komfort in unser Leben bringen sollen. Doch der Komfort könnte teuer zu stehen kommen, warnen Datenschützer.

Amazon Echo: Ein Albtraum für Datenschützer

Bekanntermaßen wird die Steuerung von Amazon Echo und dem kleinen Puck Echo Dot über die Phrase „Alexa“ eingeleitet. Damit das Gerät auch auf diese Phrase reagieren kann, ist ein ständiges Mithören unabdinglich. Genau das kritisieren Datenschützer an den Geräten – ein möglicher Kontrollverlust droht.

Viele Risiken und ungeklärte Fragen

Andrea Voßhoff, Bundesbeauftragte für Datenschutz, spricht im Tagesspiegel zu dem Thema rund um Amazon Echo und Alexa. In erster Linie wird das ständige Zuhören der Assistenten kritisiert. Damit das System mit dem lauten Zurufen möglichst gut funktioniert, ist ein ständiges Zuhören erforderlich. Das Problem daran ist aber vor allem, dass die Nutzer nicht wissen, was mit den Aufnahmen zwischen den Phrasen passiert. Werden diese einfach ignoriert oder werden die Geräusche in die Cloud hochgeladen und an Amazon übermittelt? Genauso unklar ist laut der Datenschützerin, wie lange die Daten bei Amazon gespeichert bleiben.

Darüber hinaus ist auch noch das Risiko durch Sicherheitslücken gegeben. Immer mehr müssen sich Internet-Firmen und IT-Konzerne um die Sicherheit der eigenen Infrastruktur sowie die Daten der Nutzer und Kunden kümmern. Im Falle eines Hacks und Diebstahls würden sehr viele sensible Daten der Nutzer freigegeben werden.

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Bedenken seit der Einführung von Siri

Es ist nicht das erste Mal, dass ein persönlicher Assistent kritisiert wird. Vor allem bei der Einführung von Siri und Google Now haben sich die Datenschützer darüber Sorgen gemacht, was mit den Daten passiert. Zu jenem Zeitpunkt wurde das Ganze noch in einem relativ kleinen Rahmen betrieben, da die Assistenten mit einem Tastendruck aktiviert werden mussten und erst ab diesem Zeitpunkt wurden Daten an Apple, Google oder Microsoft weitergegeben. Mit dem ständigen Zuhören der heimischen Assistenten hat sich das geändert.

Behörden sind gefragt

Am besten wäre vermutlich eine einheitliche Regelung, deren Einhaltung von den Behörden eingefordert werden muss. Darin soll die Zeitspanne der gespeicherten Daten und was die Geräte mit den Aufnahmen im Standby-Modus machen, festgelegt werden. Da die persönlichen Assistenten immer weiter auf dem Vormarsch sind, ist eine solche Regulierung dringend notwendig. Neben Amazon Echo kommt jetzt auch Google Home. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Apple und Microsoft ähnliche Produkte auf den Markt bringen.

Quelle: Tagesspiegel via ComputerBase

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