Furlexa: Bastler baut Alexa in Furby ein

Johann Philipp

Furby, das plüschige Spielzeug aus den 90er-Jahren und Alexa, die smarte Sprachassistentin von Amazon werden eins. Wem das Design der Echo-Gerät zu langweilig ist, baut sich den Furlexa.


Die einen hassen sie, die anderen finden sie klasse: die plüschigen Roboter Furby. Das elektronische Spielzeug macht seit 1998 unzählige Kinderzimmer unsicher und kostete vor allem Eltern den letzten Nerv. Wer noch einen Furby hat und ein bisschen technisches Verständnis, kann sich daraus seinen eigenen Furby mit Alexa Stimme basteln. Der Erfinder nennt seine kleine Plüsch-Alexa Furlexa und gibt im Video und auf seinem Blog eine Anleitung für den Umbau.

Furby war der Hype der 90er-Jahre

Die Spielzeuge der 90er waren alle besonders auf ihre Besitzer fokussiert: Die Tamagotchis weckten einen nachts um 4 Uhr, um gefüttert zu werden und Furby quasselte in seiner Fantasiesprache furbisch von früh bis spät. Das Besondere damals war, dass Furby mehrere Sensoren an Kopf, Bauch und Rücken hatte, um damit festzustellen, wie sehr er von seinem Besitzer geliebt wird.

Er konnte beispielsweise gekitzelt, liebkost oder gefüttert werden. Je liebevoller der Benutzer mit ihm umgeht, desto positiver sollte sich der Charakter entwickeln. Das war die zweite große Neuerung: Das Spielzeug entwickelte einen eigenen Charakter. Das war selbst der NSA zu gruselig, sodass sie keine Furbys in ihren Gebäuden erlaubten. Welche Alternativen es zu einem Furby-Alexa sonst noch gibt, zeigen wir in unserer Bilderstrecke:

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12 Bilder
11 alternative Alexa-Lautsprecher: Muss es immer ein Amazon Echo sein?

So funktioniert der Umbau

Durch die Kombination eines Raspberry Pi Zero W, einem winzigen Computer und Amazons Alexa Software nebst ein paar anderen elektronischen Komponenten, wurde aus einem normalen Furby, ein Amazon Echo.

Furby besteht aus ein paar einfachen Komponenten wie dem Prozessor, Infrarot- und Lichtsensoren, Mikrofonen, Lautsprecher und einem Motor, der Furbys Ohren, Augen und Mund bewegt. Für den Anfang tauschte Zach, so heißt der Erfinder des Furlexa, den Prozessor gegen den Mini-Computer Rasperry Pi aus. Furby hat zudem bessere Mikrofone und Lautsprecher bekommen. Damit Alexa funktioniert, läuft auf dem Rasperry Pi der Alexa Voice Service (AVS). Der Strom kommt von den Batterien des Furby. Insgesamt kostet der Umbau inklusive neuem Furby von eBay rund 50 US-Dollar und funktioniert genauso, wie man es von Alexa gewohnt ist.

Man könnte Furby später auch noch weiter aufrüsten und beispielsweise den Infrarotsender dafür nutzen, um den Fernseher zu steuern. Furlexa ist super hackbar, meint sein Erfinder.

Quelle: howchoo

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