Im Visier des US-Präsidenten: So will Donald Trump Amazon zerstören

Holger Eilhard 4

Während auch in den USA Facebook aufgrund des Datenskandals im Visier der Politiker ist, legt sich US-Präsident Donald Trump erneut mit einem anderen Technologieunternehmen an: Amazon.

Im Visier des US-Präsidenten: So will Donald Trump Amazon zerstören
Bildquelle: Pixabay.

Trump will die Flügel von Amazon-Chef Bezos stutzen

Wie Axios unter Berufung auf fünf ungenannte Quellen berichtet, ist der US-Präsident geradezu „von Amazon besessen“. Von seinen reichen Freunden soll Trump gehört haben, dass Amazon ihre Geschäfte zerstört. Seine Immobilienkollegen klagen gleichzeitig darüber, dass Amazon den Einkaufszentren und Ladengeschäften das Leben schwer mache.

Eine Quelle berichtet, dass Trump laut darüber nachdenke, ob es einen Weg gebe, mit Hilfe der Wettbewerbsbehörden Amazon ausbremsen zu können. Die Abneigung des US-Präsidenten gegenüber Amazon rückt immer dann ins Rampenlicht, wenn es unter anderem um Diskussionen des Steuerrechts geht. Wie Trump dem Amazon-CEO Jeff Bezos konkret „die Flügel stutzen will“, ist aber noch nicht klar.

Eine weitere Rolle an der Kritik dürfte auch die Washington Post sein, dessen Eigentümer ebenfalls Jeff Bezos ist. Der Präsident sieht diese als „politische Waffe“ des Milliardärs.

Trump rechtfertigt seine Gedanken unter anderem damit, dass Amazon vom U.S. Postal Service und damit von öffentlichen Geldern profitiere. Der Präsident wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass diese Sicht nicht korrekt sei.

Keine Kritik an Zuckerberg oder Facebook

Während sich die Politik derzeit mit dem Datenskandal rund um Facebook und Cambridge Analytica beschäftigt, hält sich Trump bedeckt. Wie Axios weiter schreibt, hat Trump keine Probleme mit Facebook, da das Unternehmen ihm dabei helfe, seine Zielgruppe zu erreichen.

Trump sei besessen an greifbaren Dingen, wie Immobilien oder der Zustellung von herkömmlicher Post. Amazons Geschäftsmodell greift diese direkt an.

Etwas anders sieht es US-Vizepräsident Mike Pence. Er beobachtet sowohl Facebook als auch Google kritisch. Zwar plane er intern noch keine konkreten Regulierungen, bescheinigt den beiden Unternehmen aber eine „gefährliche Macht“. Insbesondere der Einfluss auf die Medien und die Kontrolle der Werbeindustrie und persönlichen Informationen der Nutzer sei bedenklich.

Quelle: Axios

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