Das Internet der Dinge schlägt wieder einmal zu: Amazon hat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Brita eine smarte Wasserkanne mit Trinkwasserfilter angekündigt, die sich in das heimische WLAN einloggen kann. Was sich zunächst obskur anhört, hat tatsächlich einen tieferen Sinn.

 

Amazon

Facts 

Manch einer beschwert sich heutzutage vermutlich über schlechten WLAN-Empfang bei seinem Smartphone oder Laptop. In naher Zukunft könnte dieses Luxus-Problem sich auch auf Haushaltsgeräte ausweiten – zumindest, wenn es nach Amazon und Brita, einem deutschen Hersteller von Trinkwasserfiltern, geht. Zum Schnäppchenpreis von 44,95 US-Dollar bieten die beiden Unternehmen in den USA mit dem Brita Infinity Pitcher bald eine Wasserkanne mit integriertem Filter an, die obendrein über ein eingebautes WLAN-Modul verfügt. Die Akkulaufzeit beträgt stolze 5 Jahre und sollte keine Engpässe verursachen.

Brita Infinity Pitcher

Was im ersten Blick geradezu wie eine Satire auf die aktuellen Entwicklungen im Smart-Home-Bereich erscheint (denn tatsächlich konnten uns die großen Unternehmen bislang noch nicht wirklich vom Nutzen von smarten Kühlschränken, Waschmaschinen und Staubsaugern überzeugen), ergibt bei näherer Betrachtung aber durchaus Sinn. Die beiden Unternehmen arbeiten nämlich schon seit einer ganze Weile im Zuge des Amazon Dash-Programms zusammen.

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Amazon will in Zukunft schon vor dem Kunden wissen, was er kaufen will

Hierzulande dürfte Dash noch eher unbekannt sein – in den USA gibt es dagegen seit einiger Zeit die Möglichkeit, sich von Amazon kleine Schalter nach Hause schicken zu lassen, die nur eine Funktion erfüllen: Je nach Einstellung ordert man bei Knopfdruck automatisch ein bestimmtes Produkt per Amazon zu sich nach Hause. Gedacht ist das weniger, um sich alle zwei Wochen einen neuen Fernseher zu kaufen, sondern vielmehr alltägliche Dinge wie Toilettenpapier, Müllbeutel oder eben Trinkwasserfilter schnell und bequem nachbestellen zu können.

Wann muss der Wasserfilter gewechselt werden?

Die WLAN-Wasserkanne von Brita ist demnach als logische Weiterentwicklung zu betrachten: Bei einem Wasserfilter kann der Nutzer schnell den Überblick verlieren, wie lange der letzte Wechsel eigentlich schon her ist. Statt sich also darauf zu verlassen, dass der Kunde rechtzeitig neue Wasserfilter ordert, kann Amazon künftig selbst den Bedarf bei seinen Nutzern feststellen. Für Brita ist die langfristige Kundenbindung außerdem von besonderer Bedeutung, da der Markt für abgefülltes Wasser in den USA derzeit immer stärker wird und die Grundlage des Konzerns damit bedroht. Auf der Meta-Ebene kann man daher durchaus nachvollziehen, weshalb ausgerechnet jetzt eine Wasserkanne mit WLAN auf den Markt erscheint. Kaufen muss man diese Kuriosität aber dennoch nicht.

Quelle: The Verge, Bildquelle: BRITA/Amazon

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