Eine besonders dreiste Phishing-Mail macht momentan die Runde und greift auf die Heartbleed-Problematik zurück: Amazon soll euch auffordern, eure Identität zu bestätigen, handelt ihr nicht, wird euer Kundenkonto innerhalb der nächsten 14 Tage gesperrt.

 

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Video: Was bedeutet Phishing?

Was bedeutet Phishing?

Originalmeldung vom 12. Mai: Natürlich handelt es sich auch hier um einen Fake, doch diesmal etwa nicht um einen schlecht übersetzten und sofort zu erkennenden. Die Versender der Mail haben sich diesmal schon etwas mehr Mühe gegeben, um an eure Daten zu kommen.

So scheint die Mail-Adresse „safer@amazon.de“ überaus vertrauensvoll und auch der Text weist erschreckend wenige Fehler auf. Wer auf den Link klickt, kommt auf eine nachgebaute Amazon-Seite, auf der ihr euch „vollkommen kostenlos“ identifizieren sollt.

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Amazon-Phishing-Mail droht mit „Sperrung Ihres Kontos“

Hallo Name, aufgrund des schwerwiegenden „Heartbleed-Exploits“ (einer massiven Sicherheitslücke die viele Websites betraf, leider auch Amazon.de), ist es zu Ihrer Sicherheit erforderlich, dass Sie die Daten Ihres Amazon-Kundenkontos verifizieren.

Sollten Sie die Verifizierung nicht innerhalb der nächsten 14 Tage durchführen, sind wir gezwungen ihr Amazon-Kundenkonto dauerhaft und unwiderruflich zu sperren.

Zum Verifizierungsprozess gelangen Sie unter folgendem Link / durch folgenden Button

zur Verifizierung

Diese Überprüfung ist für Sie selbstverständlich vollkommen kostenlos.
Mit freundlichen Grüßen, Amazon.de

Wir warnen euch dringend davor, diese „Verifizierung“ durchzuführen und raten euch, die Mail einfach zu ignorieren. Falls ihr eure Kontodaten auf der gefälschten Amazon-Seite angeben solltet, ist euer Konto und die damit verbundenen Daten in den Händen von Dritten.

Artikelbild via shutterstock

Erneut sind Amazon-Phishing-Mails im Umlauf - darauf solltet ihr achten

Jetzt sind erneut Amazon-Phishingsmails unterwegs, die mit einer Kontosperrung oder einer bereits eingetroffenen Sperrung drohen. Gegenstand ist diesmal die DHL-Packstation. Auch hierbei handelt es sich um einen Fake. Achtet bei verdächtigen E-Mails auf folgendes:

  • Achtet darauf, dass ihr mit Vor- und Nachnamen angesprochen werdet
  • Überprüft die Absenderadresse eurer Mail
  • Klickt nur auf Links, die direkt zu amazon.com linken oder ruft am besten Amazon selbst auf und meldet euch dort an
  • Sollte euer Konto tatsächlich gesperrt sein, wird Amazon euch dies nach dem Anmeldevorgang auf der offiziellen Homepage anzeigen.
Martin Malischek
Martin Malischek, GIGA-Experte.

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