Smart Home: Warum uns Alexa nicht abhören kann

Johann Philipp 6

An alle Aluhutträger: Die Sprachassistentin Alexa kann euch nicht ausspähen. Das meint ein Nutzer auf reddit und nennt folgende Gründe.

Smart Home: Warum uns Alexa nicht abhören kann
Bildquelle: GIGA.

Wer sich freiwillig moderne Wanzen aka. smarte Lautsprecher in sein Zuhause holt, könne nicht mehr ganz richtig im Kopf sein, meinen Kritiker der Geräte und führen immer wieder Datenschutzbedenken an. Sie befürchten, dass Alexa ständig mithört. Analyse-Tools, die messen, wann der Lautsprecher Daten überträgt, zeigen ein anderes Bild. Nun meldet sich auch ein Nutzer mit Kontakten zu Amazon-Entwicklern auf der Plattform reddit zu Wort:

Amazon Alexa funktioniert mit zwei Chips

Laut dem Post des Nutzers ReshKayden, stecken in den Echo-Lautsprechern zwei Chips, die voneinander abhängig sind. Der eine ist nur mit den Mikrofonen verbunden und hat keinen Zugriff auf Datenverbindungen – er kann nichts senden und empfangen. Die einzige Aufgabe des Chips besteht darin, auf das Aktivierungswort zu achten und daraufhin den Hauptprozessor zu aktivieren.

Nur dieser Hauptchip kann eine Verbindung zu Amazons Servern aufbauen und enthält eine Software zur Spracherkennung. Auf dem Chip läuft eine angepasste Version des Linux-Betriebssystems. Diese braucht zum Hochfahren weniger als eine Sekunde. Wenn der Hauptchip aktiv ist, startet die Aufnahme und der blaue Ring am Echo-Gerät leuchtet.

In unserer Bilderstrecke stellen wir alle smarten Lautsprecher von Amazon vor:

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Amazon Echo, Plus, Dot, Spot oder Show? Dieser smarte Lautsprecher passt zu dir (Kaufberatung).

Deswegen kann man Alexa keinen eigenen Namen geben

Nur der Chip ohne Internetverbindung ist im Lautsprecher immer aktiv. Er versteht auch nicht, was gesagt wird, sondern achtet nur auf die festgelegten Silben der Aktivierungsworte. Das ist auch der Grund dafür, weshalb man keine eigenen Namen als Aktivierungswort verwenden kann.

Amazon ist nicht daran interessiert, Hintergrundgeräusche zu analysieren. Es kostet Bandbreite und Serverkapazität. Es ist daher baubedingt unmöglich, dass die Echo Lautsprecher unbemerkt und ohne das Aktivierungswort die Aufnahmen übertragen und zur Wanze für die Geheimdienste werden.

Vor allem der gerade vorgestellte Echo Spot mit integrierter Kamera wird kontrovers diskutiert. Im Video stellen wir alle Neuerungen vor:

Amazon Echo Spot: Neue Features vorgestellt.

Trotzdem ist die Abneigung gegen Alexa-Geräte verständlich. Wie bereits mein Kollege Sven in seiner wöchentlichen Kolumne beschreibt, spielt es keine Rolle, ob wir tatsächlich überwacht werden (können), sondern das eigene Sicherheitsgefühl ist entscheidend. Wenn man sich unwohl damit fühlt, sich ein Gerät mit sieben Mikrofonen ins Wohnzimmer zu stellen, sollte man es einfach lassen. Niemand braucht einen Amazon Echo und niemand wird dazu gezwungen.

Quelle: reddit

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