Die Gewerkschaft Ver.di verleiht ihren Forderungen mittels Streiks an verschiedenen deutschen Standorten des Versandhändlers Amazon Druck. Unter anderem geht es hierbei um die Bezahlung und Arbeitszeiten- sowie Pausenregelungen.

Nach Ansicht der Arbeitnehmervereinigung „Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft“ (kurz Ver.di) handelt es sich bei den Angestellten der Amazon-Logistikzentren nicht um Logistikfachkräfte, sondern um Einzelhandelsangestellte, beziehungsweise Angestellte im Versandhandel.

Ver.di: Mitarbeiter sind Angestellte im Einzelhandel

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Derzeit bezahlt Amazon jedoch nach den Tarifverträgen für Logistikfachkräfte, womit die Angestellten weniger Gehalt als Fachkräfte im Einzelhandel zugesprochen bekommen. Seit Mai 2013 ruft Ver.di die Angestellten des Versandriesen deshalb immer wieder zur Niederlegung der Arbeit auf. Laut Ver.di verdienen die Mitarbeiter „zum Teil mehrere Hundert Euro zu wenig“.

Bis dato konnten sich die beiden Parteien nicht einigen, weshalb nun wieder gestreikt wird. Seit heute Morgen um fünf Uhr legten deshalb rund 100 Mitarbeiter des Standorts Bad Hersfeld ihre Arbeit nieder. Der Streik soll bis zur Spätschicht am Dienstagabend andauern und auch die Standorte Leipzig, Graben bei Augsburg und Rheinberg im Ruhrgebiet betreffen.

Mitarbeiter äußerten sich außerdem negativ zu dem auferlegten Druck, der hohen Anzahl an befristeten Mitarbeitern und den unzureichenden Pausen- und Arbeitszeitregelungen.

Quelle: amazon-verdi.de, via heise

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