Wenn Amazon die ursprünglich angegebene Lieferzeit in diesen Tagen nicht einhalten kann, könnte dies mit dem Streik der Angestellten zu tun haben. Seit einigen Jahren steht der Versandhändler hierzulande in der Kritik, da er schlechte Löhne zahlt.

Seit 0:00 Uhr streiken die Mitarbeiter des Amazon-Standorts in Bad Hersfeld. „Solange Amazon den Beschäftigten den Respekt und Schutz durch Tarifverträge verweigert, werden wir den Druck aufrechterhalten“, sagte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger (via Spiegel Online).

Die Gewerkschaft will für die rund 9000 Beschäftigten bundesweit beim Versandhändler einen Tarifvertrag aushandeln, welcher der Branche des Einzelhandels angemessen ist. Bei Amazon hingegen ist man der Ansicht, dass die Angestellten in der schlechter bezahlten Logistik-Branche tätig sind und bezahlt sie dementsprechend.

Der Streik in der Vorweihnachtszeit könnte Amazon empfindlich treffen. Denn aktuell läuft Amazons Aktionswoche zur Weihnachtszeit mit vielen Angeboten für die Kunden. Im Rahmen der Kampagne werden deutlich mehr Bestellungen erwartet als üblich, sodass die Beschäftigten ohnehin schon alle Hände voll zu tun haben, um sie zu bearbeiten. Eine weitere Aktionswoche folgt ab dem 12. Dezember mit den „Last-Minute-Angeboten“. Durch den Streik könnte die ein oder andere Bestellung in der Vorweihnachtszeit auch mal etwas länger dauern.

Will Amazon den Unmut seiner Kunden umgehen, ist der Konzern gut beraten die Vertragsverhandlungen zeitnah aufzunehmen.