Willkommen im Amazon-Haus: Alexa steuert Türen und ruft Putzkraft

Johann Philipp

Ein komplettes Haus mit der Sprachassistentin Alexa in jedem Raum und vollgepackt mit vernetzter Technik: Amazon baut in den USA bald eigene Häuser. Mehr Überwachung geht nicht.

Willkommen im Amazon-Haus: Alexa steuert Türen und ruft Putzkraft
Bildquelle: SYMBOLBILD – Pixabay CC0 / GregoryButler .

Das Amazon-Haus: Alexa als Schaltzentrale

Vom Türschloss am Eingang bis zu den Jalousien im Schlafzimmer, das Amazon-Haus ist bis in den letzten Winkel vernetzt. Alexa dient dabei als Schaltzentrale und steuert die Heizung, Fenster, Licht und das Garagentor. Amazon möchte damit zeigen, wie vielseitig die Sprachassistentin im Alltag helfen kann, wenn man sein ganzes Haus mit Smart-Home-Technik ausstattet.

Das Unternehmen kooperiert mit dem Hausbauer Lennar, um das Amazon-Haus zu bauen. Bisher gibt es bereits 15 Modellhäuser. In Ballungsgebieten wie Los Angeles, Miami, San Francisco und Washington DC können Interessenten in sogenannten „Amazon Experience Centern“ selbst erleben, welche Funktionen möglich sind.

Lennar kümmert sich auch um die Ausstattung der Häuser: Damit Alexa möglichst viele Geräte ansteuern kann, werden smarte Türschlösser, Klingel, Fernseher, Fire-TV-Sticks, Echo-Lautsprecher, Lichtsteuerung und eine smarte Heizung eingebaut. Der Käufer muss nichts selbst installieren oder darauf achten, ob die Geräte untereinander kompatibel sind – Amazon stellt das fertige Smart-Home bereit.

Auch die Dash-Buttons von Amazon, über die man mit einem Klick Produkte bestellen kann, sind im ganzen Haus zu finden. Den Vorstellungen der Käufer sind fast keine Grenzen gesetzt, denn Amazon integriert nicht nur eigene Produkte, sondern baut auf Wunsch beispielsweise auch Philips Hue Lampen und Überwachungskameras von anderen Herstellern ein. Bei Bedarf kümmert sich Alexa auch um die Putzkraft.

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An diesen geheimen Projekten arbeiten Google, Apple und Amazon.

Amazon-Haus: Der goldene Daten-Käfig?

Wer so viele vernetzte Geräte in seinem Haus hat, produziert täglich jede Menge persönliche Daten: Wann stehe ich auf, wann komme ich nach Hause, was ist mein Lieblingsrestaurant, welchen Film schaue ich? Das Amazon-Haus weiß es und liefert dem Mutterkonzern somit jeden Tag neue interessante Daten.

Amazon kennt jede Vorliebe und den Alltag des Kunden bis ins letzte Detail. Und weil es in diesem goldenen Datenkäfig viel zu bequem ist und man sich an die Technik schnell gewöhnt hat, will der man diese Welt nie wieder verlassen wollen. Was für ein Daten-Hauptgewinn für Amazon.

Ob man bei diesem Gedanken noch ruhig schlafen kann? Wenn nicht, hat Alexa bestimmt die passende Einschlafmusik parat und spielt sie über den Echo-Spot-Lautsprecher ab.

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Amazon ist aber nicht der einzige Konzern mit eigenen Haus-Plänen: Auch Apple arbeitet interessanterweise schon länger mit dem Hausbauer Lennar zusammen, bietet aber nur die eigenen Home-Kit-Geräte an, um seine Wohnung aufzurüsten und mit Siri zu steuern.

Was haltet ihr von den Plänen? Würdet ihr in ein Amazon-Haus einziehen?

Quelle: Basicthinking, t3n

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