Amazon Konto gesperrt: Das kann man tun

Martin Maciej 5

Amazon ist für viele eine der ersten Anlaufstellen, wenn es darum geht, Sachen aller Art online zu bestellen. In einigen Fällen kann es sein, dass das Amazon-Konto gesperrt wird. Hier erfahrt ihr, woran das liegen kann und was man bei der Sperrung des eigenen Amazon-Accounts beachten sollte.

Amazon steht es durchaus frei, euer Amazon-Konto zu sperren. Hierbei müssen einige Voraussetzungen vorliegen, die auf euer Verhalten bei Amazon zurückzuführen sind. Hauptgründe für das Sperren des Amazon-Zugangs sind:

  • Offene Rechnungen und nicht bezahlte Waren.
  • Zu vielen Retouren.
  • Weitere Verstöße gegen die .

Amazon-Gutschein erstellen: Video

Amazon Gutschein selbst erstellen - so geht´s.

„Hilfe, mein Amazon Konto wurde gesperrt!“

Laut Rückgaberecht dürfen Waren, die online bestellt wurden, innerhalb von 2 Wochen wieder zurückgeschickt werden. Einige Amazon-Kunden treiben das Verbraucherrecht auf die Spitze und bestellen z. B. Kleidung gleich in mehreren Größen, um nicht passende Artikel wieder zurückzuschicken. Oft gibt es auch Fälle, bei denen Kleidung nur für einen einmaligen Anlass, z. B. eine Tanzveranstaltung bestellt und getragen wird, um sie nach dem Wochenende dann wieder an Amazon zurückzuschicken. Hierdurch entstehen für den Online-Händler auf Dauer Mehrkosten. In der Vergangenheit gab es demnach immer wieder Fälle, bei denen Konten nach mehreren Rücksendungen geschlossen wurden.

  • Wird euer Amazon-Konto geschlossen, werdet ihr darüber per Mail sowie nach einem versuchten Login in euren Account informiert. Dort findet sich auch der Grund für die Schließung des Kontos.
  • Eine genaue Angabe, in welcher Regelmäßigkeit Waren in der Vergangenheit zurückgeschickt wurden, bis es zu einer Sperrung des Kontos kam, gibt es nicht.
  • Eine Vorwarnung gibt es in der Regel auch nicht.
  • Zwar steht dem Käufer das 14-tägige Rückgaberecht zu, gleichzeitig steht es Amazon als Unternehmen allerdings frei zu entscheiden, ob bestimmte Käufer ausgeschlossen werden.
  • Mit der Sperrung des Amazon-Kontos bleibt nicht nur der Zugang zum nächsten Online-Einkauf verwehrt. Auch die Amazon-Cloud sowie der Kindle-Shop können dann nicht mehr aufgerufen werden.

shutterstock_169578023

Um zu verhindern, dass der Amazon-Account geschlossen wird, sollte man folgendes beachten:

  • Überprüft regelmäßig eure Mails, ob dort z. B. offene Rechnungen oder gescheiterte Zahlungsversuche mitgeteilt werden.
  • Auch wenn der Online-Händler Indizien dafür hat, dass euer Amazon-Konto von Fremden übernommen wurde, kann eine Sperre verhängt werden. Dies geschieht jedoch vor allem, um euch selbst vor finanziellem Schaden zu bewahren.
  • Ganz gleich, aus welchen Gründen das Konto gesperrt wurde, eine Kontaktaufnahme über die Amazon-Hotline empfiehlt sich in jedem Fall.
  • Bereits 2014 klagte die Verbraucherschutzzentrale NRW gegen Amazon, nachdem mehrere Konten wegen des Übergebrauchs des Rückgaberechts ohne Ankündigung geschossen wurden.

Sollte sich die Sperre nicht zurücknehmen lassen, könnt ihr euch natürlich neu bei Amazon anmelden, indem ihr eine andere E-Mail-Adresse verwendet. Sollte der Online-Anbieter allerdings das neue Konto dem alten Account zuordnen können, kann auch dieser Zugang wieder geschlossen werden. Mit weiteren Konsequenzen muss man in einem solchen Fall allerdings nicht rechnen.

Bilderstrecke starten
12 Bilder
Top-10-Handys: Diese Smartphones wünschen sich Amazon-Kunden am häufigsten.

„Amazon Konto gesperrt“: Vorsicht vor Betrügern!

Achtung: Cyber-Kriminelle und Betrüger wissen um die hohe Beliebtheit von Amazon Bescheid. Häufig werden Mails verschickt, in denen eine Sperrung des Amazon-Kontos angedroht wird. Ursachen werden dabei verschiedene angeführt. So muss zum Beispiel ein Zahlungsmittel bestätigt werden, es steht eine angeblich offene Zahlung aus oder es wurden vermeintlich irreguläre Vorgänge mit dem Amazon-Konto festgestellt. In diesen Mails wird man dann dazu aufgefordert, sich in sein Amazon-Konto einzuloggen, um näheres über den Fall zu erfahren oder aber, um sein Konto zu verifizieren.

shutterstock_252663736

Folgt ihr dem Link in solchen Mails, gelangt ihr allerdings nicht zu Amazon, sondern auf eine gefälschte Webseite, die dem Amazon-Angebot täuschend ähnlich nachgebaut wurde. Loggt ihr euch hier mit euren Daten ein, gelangen die Zugangsdaten für euer Amazon-Konto in fremde Hände. Auf diesem Wege können im schlimmsten Fall Bestellungen auf euren Namen durchgeführt werden. Achtet daher generell bei E-Mails von Amazon auf folgendes:

  • Bei einer Korrespondenz direkt über Amazon werdet ihr mit Vor- und Nachnamen angesprochen, nicht aber mit allgemeinen Floskeln wie „Sehr geehrter Kunde“.
  • Achtet auf den Absender der Mail. Die Nachricht sollte von Amazon.com stammen, nicht aber von ähnlich lautenden Absendern wie „Amazon-sperre.com“ o. ä.
  • Überprüft bei Links in der Mail, ob diese Amazon.com als Ziel haben.
  • Häufig sind auch Rechtschreibfehler sowie fehlerhafte Bilder oder andere Darstellungsfehler ein Indiz für eine betrügerische Phishing-Mail.
  • Sollte euer Konto tatsächlich gesperrt sein, wird euch dies auch nach einem direkten Login in euer Amazon-Account angezeigt. Im Zweifel solltet ihr keinen Links aus Mails folgen, sondern Amazon über eine Eingabe im Adressfeld des Browsers öffnen.
  • Amazon selbst bietet , wie man solche „Spoofs“ entdecken kann.

Bildquellen: Joe Ravi / Shutterstock.com, ymgerman / Shutterstock.com

25 Jahre Amazon: Wie gut kennst du das Geburtstagskind?

Täglich bestellen Millionenen von Menschen bei Amazon, das riesige Internet-Kaufhaus ist aus den Köpfen vieler nicht mehr wegzudenken. Es gibt quasi nichts, was man nicht bei Amazon kaufen kann. Doch was weißt du über den größten Online-Händler der Welt? Teste dein Wissen mit diesem Quiz!

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung