TECH-Jahresrückblick Teil 2: Das Comeback des Jahres

Severin Pick

Zwischen den Jahren blicken wir bei GIGA TECH auf das vergangene Jahr in der Technik zurück. Heute kümmern wir uns um das Comeback des Jahres: AMD.

Es muss gut zehn Jahre schon her sein, dass AMD eine ernst zu nehmende Konkurrenz gegenüber Intel dargestellt hat. Das hat sich in diesem Jahr schlagartig geändert. Mit der neuen Zen-Architektur, die Ende 2016 angekündigt und den Ryzen-Prozessoren, die dann im Laufe des Jahres veröffentlicht wurden, spielt AMD bei den Prozessoren nicht nur wieder ganz oben mit, sondern schafft es auch, Intel preislich ordentlich unter Druck zu setzen.

Ryzen 3, 5 und 7 – ja, diese Zahlenreihe dürfte uns bekannt vorkommen – nennen sich die Prozessor-Baureihen. Mit Preisen zwischen 150 und 400 Euro versuchen Ryzen 5 und 7, den Hexa- und Octa-Core-Prozessor massentauglich zu machen.

Dass es für den offenen Multiplikator keinen Aufpreis gibt und mit dem offiziellen Tool „Ryzen Master“ das Übertakten zugänglicher denn je geworden ist, dürfte für einige die Kaufentscheidung für AMD vereinfacht haben.
Auch für den professionellen Bereich hat AMD nachgelegt: Der Ryzen Threadripper ist mit bis zu 16 Kernen ausgestattet und kostet dafür nur bis zu 900 Euro.

Und was macht die Konkurrenz?
Kurz vor dem Ryzen-Launch hat Intel die Preise für einige ihrer Prozessoren gesenkt und im Frühling dann die Skylake-X- und Kaby-Lake-X-Architektur vorgestellt. Mit dem Core i9 bietet Intel nun Prozessoren mit bis zu 18 Kernen an. Und mit den i5-Prozessoren der achten Generation wurden sechs Prozessorkerne zum neuen Standard für Mittelklasse-PCs erhoben.

Auch bei den Grafikkarten hat AMD in diesem Jahr Boden gut machen können. Die neuen Radeon-Vega-Karten können in Benchmarks zu den Spitzenmodellen von Nvidia aufholen, finden aber nicht unbedingt Gamer als Zielgruppe. Vor allem Miner von Kryptowährungen hamstern die Grafikkarten und haben durch ihre große Nachfrage bis heute die Preise über die von AMD vorgeschlagene UVP getrieben.

Es lässt sich also feststellen: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und selten hat man das so gut gesehen, wie bei den Prozessoren in diesem Jahr.

 

Dieser Beitrag ist Teil 2 unserer Audio-Jahresrückblicke, die auf Amazon Echo und Google Home veröffentlicht worden sind. Teil 1 findet ihr hier.
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