Analyst Gene Munster mit seiner letzten Apple-Vorhersage: Fokus auf Dienstleistungen nötig

Florian Matthey 3

Seit vielen Jahren steht sein Name im Zusammenhang mit Apple-Vorhersagen: Gene Munster. Jetzt verabschiedet sich der Analyst von dieser Tätigkeit – und zeigt sich im letzten Investoren-Memo in Sachen Apple vergleichsweise pessimistisch.

Analyst Gene Munster mit seiner letzten Apple-Vorhersage: Fokus auf Dienstleistungen nötig

Gene Munster: Der „Apple-Fernseher-Analyst“ hört auf

Gene Munster war viele Jahre Analyst für das Broker-Unternehmen Piper Jaffray – und konzentrierte sich dort unter anderem auf Apple. Munster machte sich mit mehr oder weniger zuverlässigen Vorhersagen für Apple-Produkte einen Namen – man denke vor allem an den Apple-Fernseher, den er viele Jahre jeweils für die nahe Zukunft vorhersagte. Wirklich falsch waren diese Prognosen aber vielleicht nicht; tatsächlich dürfte Apple an einem Fernseher mit eigenem Kabelfernsehen-Angebot gearbeitet, sich dann aber dazu entschieden haben, den Fokus aufs Zubehör Apple TV und dessen App Store zu legen.

Jetzt hört Gene Munster als Analyst auf und wird selbst als Venture-Capital-Investor auftreten: Munster möchte in Zukunft in Virtual-Reality-, Augmented-Reality- und Künstliche-Intelligenz-Projekte investieren. Also Bereiche, für die sich auch Apple interessiert – gut möglich, dass von Munster unterstützte Unternehmen eines Tages Teil der Apple-Familie werden. Eine Verbindung könnte also weiterhin bestehen.

Munsters letzte Prognose: Apple muss Dienstleistungen stärken

Vor seinem Abschied hat Munster aber noch eine letzte Notiz an Piper-Jaffray-Kunden verschickt, in der er potenzielle Apple-Investoren über seine Sichtweise zu Apples Zukunft aufklärt. Munster war seit vielen Jahren in Sachen Apple immer außerordentlich optimistisch; dieses Mal zeigt er sich für seine Verhältnisse eher pessimistisch: Seit er im Jahr 2004 angefangen hat, sich mit Apple zu beschäftigen, seien die wichtigsten Parameter immer Innovationen und Geräte-Verkaufszahlen gewesen. In den zwölf Jahren habe sich insoweit nicht viel verändert.

Das werde auch in Zukunft so bleiben – was bedeute, dass sich die Verkaufszahlen nicht unendlich weiter steigern können, wenn Apple nicht Innovationen wie einst das iPhone bringt. Apple könne sich davon nur befreien, wenn es das Unternehmen schaffen sollte, Dienstleistungen zu einem wichtigeren Faktor zu machen.

Munster glaubt, dass Dienste wie Siri, iCloud, Apple Music und Co. in Zukunft eine größere Rolle spielen werden; ist aber skeptisch, ob das Wachstum hier schwächelnde iPhone-, iPad- und Mac-Verkaufszahlen ausgleichen kann. Denkbar wäre auch, dass Apple seine Hardware-Produkte in Zukunft mehr als Dienstleistungen anbieten wird – so wie die Vermietung des iPhone im Rahmen des „iPhone Upgrade Program“, das es angeblich in Zukunft auch für andere Produkte geben soll. Letztendlich bleibt Munster dann aber doch Optimist und glaubt, dass Apples Management den richtigen Weg finden werde.

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Datenschutz als Problem?

Tatsächlich betont Apple bei der Veröffentlichung von Quartalszahlen in jüngerer Vergangenheit selbst verstärkt das Wachstum in Sachen Dienstleistungen – wobei der Umsatz hier in absoluten Zahlen noch einen kleinen Teil des Gesamtgeschäftes ausmacht. Einige Beobachter meinen, dass sich Apple mit seinen hohen Anforderungen in Sachen Datenschutz bei der Monetarisierung von Dienstleistungen selbst im Weg stehe. Apples CEO Tim Cook will davon allerdings nichts wissen: Trotz Datenschutz Erfolg mit Technologien wie künstlicher Intelligenz zu haben, sei vielleicht etwas schwieriger, aber ebenso möglich.

Quelle: Bloomberg

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