Morgen wird Apple sein Quartalsergebnis vorstellen – nachdem sich die Börse zuletzt Sorgen um das iPhone gemacht hat. Ein Analyst glaubt, dass die nahe iPhone-Zukunft nicht rosig aussieht; ein Umsatzwachstum sei aber dank neuer MacBooks zu erwarten.

In den letzten Wochen gab es immer wieder Gerüchte um ein sich verlangsamendes iPhone-Wachstum oder gar einen Rückgang der iPhone-Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Anfang des Monats hieß es beispielsweise, dass Apple die Produktion des iPhone 6s um 30 Prozent zurückgefahren habe. Der Kurs der Apple-Aktie ließ dementsprechend in den letzten Wochen des Jahres 2015 stark nach; zuletzt konnte er sich aber wieder etwas auf knapp über 100 Dollar erholen. Im vergangenen Sommer lag der Wert aber noch bei knapp über 130 Dollar.

Dementsprechend erwartet die Börse das Ergebnis des ersten Geschäftsquartals 2016, das dem vierten Kalenderquartal 2015 entspricht, wohl mit mehr Spannung, als dies in den letzten Jahren bei Apple der Fall war. Gleichzeitig stellt sich die Frage, was von Apple im Jahr 2016 zu erwarten ist. Im Frühjahr soll das Unternehmen ein neues 4-Zoll-iPhone – das „iPhone 6c“ oder „iPhone 5se“ – vorstellen, was die iPhone-Verkäufe wieder ankurbeln könnte. Auch ein neues iPad Air – das iPad Air 3 – könnte in den Startlöchern stehen, das einige Neuerungen des iPad Pro wie die Unterstützung des Apple Pencil übernehmen könnte.

Der Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities ist diesbezüglich aber skeptisch: Das neue iPhone bringe kaum Innovationen mit sich. Auch vom iPad Air 3 erwartet Kuo offenbar nicht viel – die iPad-Verkaufszahlen waren in den letzten Jahren ohnehin schon rückläufig.

Stattdessen sieht der Analyst wieder Potential in Apples früherem Kerngeschäft, das in Sachen Umsatz im Vergleich zum iPhone etwas in den Hintergrund gerückt ist: Neue MacBooks hätten größeres Potential, dem Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2016 wieder mehr Wachstum zu bescheren. Apple habe hier vor allem die Möglichkeit, im Bereich Business zu wachsen. In der zweiten Jahreshälfte stünde dann wiederum das iPhone 7 an.

Zunächst sollte sich natürlich noch herausstellen, wie stark das Wachstum der iPhone-Verkaufszahlen zurückgegangen ist – und ob überhaupt. Diesbezüglich werden wir morgen Nacht mehr wissen.