Apple antwortet offiziell auf FBI-Anfrage, Google und Co. kündigen Unterstützung an

Florian Matthey

Neues zum Fall Apple versus FBI: Apple hat offiziell auf die gerichtliche Anfrage geantwortet, der Apple-Chef-Justitiar sagt zu dem Thema vor dem US-Kongress aus. Derweil wollen Google, Twitter, Facebook und Microsoft Apple vor Gericht unterstützen.

Apple antwortet offiziell auf FBI-Anfrage, Google und Co. kündigen Unterstützung an
Bildquelle: GIGA APPLE.

Ein US-Bundesgericht hat Apple auf Anfrage des FBI dazu aufgefordert, der US-Regierung den Zugriff auf die Daten zu ermöglichen, die auf dem iPhone 5c des Terroristen des Anschlags in San Bernardino gespeichert sind. Apple könnte den Zugriff wohl ermöglichen, verweigert dies aber, da das Unternehmen fürchtet, dass durch einen solchen Präzedenzfall der Datenschutz aller Kunden beeinträchtigt würde.

Bisher spielte sich der Austausch zwischen Apple und den Behörden in erster Linie über die Behörden ab. Jetzt hat Apple jedoch offiziell auf die gerichtliche Anordnung geantwortet. Wenig überraschend hat Apple den Antrag gestellt, die Anordnung zurückzunehmen: Apple meint, dass das Unternehmen nicht gezwungen werden sollte, das Betriebssystem entsprechend zu modifizieren.

Parallel dazu wurde bekannt, dass Apples Chef-Justitiar Bruce Sewell am 1. März vor dem US-Kongress zum Thema Datenschutz aussagen wird. Auch der FBI-Chef James Comey wird bei der Anhörung durch die US-Legislative sprechen. 9 to 5 Mac erwartet daher einen spannenden „Showdown“.

Die Unterstützung Apples durch weitere IT-Unternehmen war derweil offenbar nicht nur ein Lippenbekenntnis: Google, Twitter, Facebook und auch Microsoft haben angekündigt, sich selber an dem Gerichtsverfahren beteiligen zu wollen, um Apple zu unterstützen. Google-CEO Sundar Pichai und Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatten bereits erklärt, auf Apples Seite zu stehen. Der Microsoft-Mitgründer und langjährige CEO Bill Gates hatte sich differenziert geäußert und auch Verständnis für die Seite der Behörden bekundet, wollte dies aber nicht als Unterstützung für das FBI verstanden wissen.

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