Apple bezeichnet sich als Open-Source-Pionier – und erntet Kritik

Florian Matthey 7

Apple hat Swift zu einem Open-Source-Projekt gemacht. Im Rahmen dessen ist der Open-Source-Community aufgefallen, dass sich Apple auf der eigenen Website als Open-Source-Pionier bezeichnete. Das sorgte für Kritik, so dass Apple die Beschreibung geändert hat.

Auf Apples Open-Source-Website war bis vor kurzem zu lesen, dass Apple „das erste große Computer-Unternehmen war, das Open-Source-Entwicklung zu einem Schlüsselelement der eigenen Software-Strategie machte“. Zu behaupten, der „Erste“ gewesen zu sein, ist ein weitreichendes Statement, und ob das bei Apple tatsächlich so ist, müsste zumindest genauer überprüft werden.

Die Kritik der Open-Source-Community erklärt sich aber vor allem dadurch, dass Apple im Allgemeinen kein Musterschüler in Sachen Open Source ist: Oft vergehen Monate, bis Apple den Quellcode von seinen Projekten veröffentlicht; beispielsweise lassen die Open-Source-Elemente von OS X El Capitan weiterhin auf sich warten.

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Arbeitsplatz für Apple-Nutzer: Tische, Stühle und weitere Anregungen im Überblick

Swift ist wiederum ein „richtiges“ Open-Source-Projekt mit täglichen Veröffentlichungen geworden. Auch bei der Safari-Rendering-Engine WebKit ist Apple mittlerweile so offen, wie es sich die Open-Source-Community wünscht.

Dennoch scheint Apple erkannt zu haben, dass man mit weitreichenden Statements zur eigenen Pionierschaft vielleicht vorsichtiger sein sollte: Auf der Open-Source-Entwickler-Seite steht jetzt nur noch, dass „Open-Source-Software das Herzstück der Apple-Plattformen“ sei und dass Apple eine „signifikante Zahl an Open-Source-Code“ veröffentliche. Auf einer anderen Website ist jedoch immer noch von der Pionierschaft die Rede.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung