Apple-Chef Tim Cook spricht über Apple Watch, Börse, Steve Jobs – und Präsidentschaftsambitionen

Florian Matthey 3

Tim Cook hat sich in einem Interview mal wieder über ein breites Spektrum an Themen geäußert. Der Apple-Chef spricht darüber, wie er zu Apple kam, wie sehr ihn die Börse beeinflusst, was ihm Steve Jobs mit auf den Weg brachte – und ob er Donald Trump als US-Präsident beerben will.

Apple-Chef Tim Cook spricht über Apple Watch, Börse, Steve Jobs – und Präsidentschaftsambitionen
Bildquelle: Bloomberg.

Tim Cook spricht darüber, wie er zu Apple kam

Schon vor rund einem Monat hat sich Tim Cook in seiner früheren Hochschule, der Duke University, mit dem Investment-Milliardär und Philanthropen David Rubenstein zu einem ausführlichen Interview getroffen. Das Interview ist allerdings erst jetzt als Video erhältlich – und ein Reinschauen lohnt sich.

Bloomberg: Interview mit Tim Cook.

So spricht Cook beispielsweise über die Zeit, in der er von Compaq zu Apple kam. Apple war damals – vor genau 20 Jahren, nämlich im März 1998 – ein viel kleineres Unternehmen als Compaq, das kurz vor der Pleite stand, und der Apple-Mitgründer Steve Jobs war gerade erst zum Unternehmen zurückgekehrt. Damals war jedes Unternehmen darauf aus, sich weniger auf den Verbrauchermarkt zu konzentrieren, sondern mehr Geld mit Großkunden im Server-Bereich zu verdienen – und Jobs machte genau das Gegenteil. Jobs‘ Art und diese Herangehensweise hätten ihn so sehr begeistert, dass er den sicheren Compaq-Job binnen Minuten verlassen wollte.

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Tim Cook: „Steve hatte keine Geheimakte für mich“

Dreizehn Jahre später, im August 2011, wurde Cook Jobs‘ Nachfolger an der Spitze des Unternehmens. Damals, so Cook, habe er wirklich geglaubt, dass Jobs noch „für immer“ an der Spitze des Verwaltungsrates bleiben und mit ihm zusammenarbeiten würde – doch weniger als zwei Monate danach verstarb der langjährige Apple-Chef. Jobs habe ihm aber nicht in dem Sinne etwas mit auf den Weg gegeben, dass er ihm eine geheime Akte mit Plänen für die Zukunft in die Hand gedrückt hätte. So etwas habe es nicht gegeben. Apples Kultur sei so offen gewesen, dass jeder zwar die Sätze des anderen vervollständigen konnte, dennoch aber nicht derselben Meinung sein musste; Cook sollte also von Anfang an auf seine Art arbeiten.

Apple-CEO Tim Cook interessiert sich nicht für Gewinnentwicklung

Wenn man sich Apples wirtschaftliche Entwicklung ansieht, hat Cook seitdem alles richtig gemacht: Rubenstein verweist darauf, dass Apples Gewinn seitdem um 80 Prozent gestiegen sei. Cook beteuert, dass Apple und er sich auf das Kreative, das Erschaffen großartiger Produkte und das Benutzererlebnis konzentrierten. Die Börsenentwicklung sei nur ein Resultat dessen. Er selbst hätte diese Zahl – 80 Prozent mehr Gewinn seit 2011 – vor dem Interview gar nicht gekannt. Deswegen verwundere es ihn auch, dass sich alle bei jedem Quartalsergebnis darauf konzentrierten, wie viele Exemplare eines bestimmten Produktes Apple verkauft habe. Mittlerweile störe ihn das aber nicht mehr; er konzentriere sich einfach auf das, was ihm wichtig ist.

Tim Cook über die Apple Watch: „Sie hat Menschen das Leben gerettet“

Der Apple-CEO spricht natürlich auch wieder über gesellschaftliche Entwicklungen: Einerseits solche, die ein Apple-Produkt selbst angestoßen hat, nämlich die Apple Watch. Cook beschreibt, wie sehr er sich über Post von Kunden freut, die ihm berichten, dass ihnen die Watch quasi das Leben gerettet hat – indem sie auf einen ungewöhnlichen Herzschlag aufmerksam wurden und dann zum Kardiologen gingen. Offenbar sei es gut, wenn Menschen mehr über ihre Gesundheit erfahren.

Auf der nächsten Seite: So denkt Cook über aktuelle politische Fragen – und über die Möglichkeit, US-Präsident zu werden …

Quelle: Bloomberg via MacRumors

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