Apple erhält Unterstützung von IT-Unternehmen, Jura-Professoren und Bürgerrechtsorganisationen

Florian Matthey 2

Im Streit Apple vs. FBI wird eine erste Anhörung vor Gericht am 22. März stattfinden. Im Verfahren stehen Apple zahlreiche IT-Unternehmen, 32 Jura-Professoren, Bürgerrechtsorganisationen und auch der Ehemann eines Opfers bei.

Apple erhält Unterstützung von IT-Unternehmen, Jura-Professoren und Bürgerrechtsorganisationen

Apple hat im eigenen Presse-Bereich zahlreiche so genannte „Amicus Briefs“, also offizielle Eingaben vor Gericht durch „befreundete“ dritte Parteien, veröffentlicht, die sich in dem Verfahren auf Seiten Apples stellen. Hinzu kommen zwei Briefe an das Gericht. Zu den zahlreichen Unternehmen und Organisationen gehören unter anderem eBay, LinkedIn, Reddit, Twitter, AT&T und Intel sowie in einem noch nicht bei Apple selbst veröffentlichten Schreiben unter anderem Google, Amazon, Box, Dropbox, Evernote, Facebook, Google, Microsoft, Mozilla, Whatsapp und Yahoo. Einige dieser Unternehmen hatten sich schon im Voraus informell für Apple ausgesprochen.

Hinzu kommen weitere Schreiben von 32 Jura-Professoren, der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union, der Electronic Frontier Foundation und sogar dem UN-Berichterstatter für das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung, David Keya. Außerdem stellt sich Salihin Kondoker, Ehemann einer Frau, die bei dem Anschlag in San Bernardino mehrfach angeschossen wurde, auf Seiten Apples.

Apples Unterstützer teilen die Bedenken des Unternehmens: Es wäre gefährlich, Behörden über ein derart unspezifisches Gesetz wie dem „All Writs Act“ derart weitreichende Befugnisse zu geben. Letztendlich bestehe die Gefahr, dass der Schutz der Daten aller Personen unter entsprechenden Eingriffen leiden würde.

Derweil stehen einige Angehörige von Opfern des San-Bernardino-Anschlags auf Seiten des FBI: Sie erklären in einem Schreiben ans Gericht, dass die Ermittlungen alle Informationsquellen nutzen sollten um zu klären, warum ihre Angehörigen Ziel des Anschlags wurden, wer dahinter steckte und ob weitere Angriffe drohen. Das allermindeste, was sie sich erhoffen, ist durch das Erschöpfen aller Informationsquellen mit dem Thema abschließen zu können.

Das FBI hat bei den Ermittlungen zum Terroranschlag im kalifornischen San Bernardino ein iPhone 5c des einen Attentäters sichergestellt. Die Daten auf dem Gerät sind, da der Passcode-Schutz aktiviert ist, jedoch verschlüsselt. Die Behörden wollen, dass Apple das Betriebssystem modifiziert, um einen Zugriff zu ermöglichen. Apple lehnt dies jedoch ab, das das Unternehmen zum Schutz der Daten aller Kunden keine „Hintertüren“ ins System einbauen möchte und es die Gefahr sieht, dass durch das Setzen dieses Präzedenzfalls zahlreiche weitere entsprechende Anfragen folgen würden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung