Ein Streit zwischen Apple und einem Entwickler sorgt aktuell für Gesprächsstoff. Der Konzern wirft dem Macher des populären Entwickler-Tools Dash vor, gefälschte App-Bewertungen abgegeben zu haben und sperrte darum dessen Developer-Account.

 

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Mit der Sperre ging auch einher, dass besagte Anwendung aus dem App-Store entfernt wurde. Zurückzuführen ist das Ganze auf „fast 1.000 gefälschte Bewertungen“, die Apple in Zusammenhang mit „zwei miteinander verbundenen Entwickler-Accounts“ auffielen. Das gab ein Pressesprecher des Konzerns gegenüber der Webseite The Loop an. Dabei handle es sich um positive Rezensionen eigener Apps sowie negative Kommentare unterhalb konkurrierender Anwendungen. Demnach sprach Apple zunächst eine Warnung an den betreffenden Entwickler, die dieser jedoch angeblich nicht wahrnahm. Das geschah erstmalig bereits vor zwei Jahren. Da sich trotz dieser Verwarnung an den betrügerischen Aktivitäten nichts geändert habe, seien die betreffenden Accounts als letzte Maßnahme aufgrund „betrügerischen Bewertungen und Rezensionen“ von dem Developer-Programm ausgeschlossen worden.

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Dash für macOS

Allerdings behauptet der beschuldigte Entwickler der Dash-App, nichts von irgendwelchen Betrügereien gewusst und keinerlei Warnungen erhalten zu haben. Er räumt zwar ein, vor einigen Jahren einen Entwickler-Account für einen Familienangehörigen erstellt zu haben, der über seine Kreditkarte läuft, sieht sich aber in der Unschuld. Die betrügerischen Bewertungen wurden derweil offenbar nur auf dem verlinkten Account, nicht dem des Dash-Entwicklers, festgestellt. Da Apple jedoch die Accounts miteinander verbunden sieht, wurden kurzerhand beide gesperrt.

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Apple weist Fehler von sich

Bislang konnten sich beide Parteien nicht einigen. Obwohl Bogdan Popescu, so der Name des Machers des Dash-Tools, Apple entgegenkam und eine Stellungnahme veröffentlichte, in der er die Geschehnisse erläuterte, ging der Konzern kurz darauf selbst an die Öffentlichkeit mit dem oben aufgeführten Statement des Pressesprechers. Seit dem herrscht, so Popescu, Funkstille. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass Popescu neben den Hintergründen auch den Mitschnitt eines Telefonats mit Apple offen legte, worin ein Mitarbeiter der PR-Abteilung ebenjene öffentliche Stellungnahme fordert und die Bedingungen zugunsten Apple diktiert.

Die Sperrung mag willkürlich erscheinen, dient aber nur dazu, den App-Store für Nutzer wie Entwickler fair zu gestalten. Dennoch könnte man die Kommunikation von Apple kritisieren, die vielen Entwicklern durchaus berechtigten Grund zur Sorge gibt. Wie es für Popescu weitergeht, ist derweil unklar.

Quelle: Popescu @Blog Kapeli via MacRumors

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Rafael Thiel
Rafael Thiel, GIGA-Experte.

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