Apple „iCar“ übernimmt „3D-Mapping“ für eigenen Kartendienst – kein autonomes Fahren

Jamil Osso

Vergangene Woche haben wir darüber berichtet, wie in Kalifornien Autos mit merkwürdigen Konstruktion auf dem Dach gesichtet wurden. Nun hat sich herausgestellt, dass die sogenannten „iCars“ für Apple das „3D-Mapping“ übernehmen. 

Apple „iCar“ übernimmt „3D-Mapping“ für eigenen Kartendienst – kein autonomes Fahren

Viele Zeugen haben sich gewundert, dass ein mit über zwölf Kameras ausgestatteter Dodge-Minivan durch die Straßen bekannter Städte in den USA fährt. Fakt ist, dass der Leasingnehmer der Fahrzeuge Apple ist und das Unternehmen aus Cupertino damit etwas ganz Bestimmtes bezweckt. Zunächst stand ein Street-View-ähnlicher Dienst im Raum. Analysten zufolge seien die zwölf Kamera aber zu viel für ein Projekt wie Street View – Google benutze lediglich fünf Kameras. Stattdessen würde Apple im Hinblick auf die Verpflichtung von Tesla-Mitarbeitern ein anderes Ziel verfolgen: Die Entwicklung des „iCar“.

Diese Vermutung bestätigt sich neuerlichen Berichten nach aber nicht. Die Intention von Apple besteht vielmehr darin – wie zunächst spekuliert – , ähnliches Bildmaterial wie bei Googles Street View zu schaffen, um es in die hauseigene Karten-App integrieren zu können. Dies wird durch verschiedene Faktoren begründet. Zum einen wäre da der ungeheure Aufwand, den die Apple Mitarbeiter aufbringen müssten, um ein von selbst fahrendes Auto landesweit zu überwachen. Zum anderen stehen rechtliche Hürden dem entgegen.

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Die speziellen Fahrzeuge wurden neben San Francisco auch in New York, auf Hawaii, in Madison (Wisc.) und in Panama City gesichtet. Alles andere als auffällig möchte man meinen. Doch „selbst fahrende Vehikel“ sind lediglich in Kalifornien, Florida, Michigan, Nevada, und Washington (D.C.) rechtlich erlaubt. Wie sollte also Apples vermeintliches Apple iCar in New York oder Hawaii fahren dürfen? Es ist daher wahrscheinlicher, dass Apple ein „3D-Mapping“ der USA durchführt – zumindest von den bekannteren Gebieten. Darüber hinaus könnte das Unternehmen aus Cupertino auf eine Kombination aus Flyover und dreidimensionalen Karten-Material (ähnlich wie Street View von Google) setzen, um seinen Kartendienst künftig damit zu erweitern.

 

Quelle: appleinsider

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