Apple in China: Wieder Ärger vor Gericht

Florian Matthey

Der Rechteinhaber eines chinesischen Kriegsfilms hat Apple wegen Urheberrechtsverletzungen mit Hilfe der iOS-App eines Streaming-Dienstleisters verklagt. Das Verfahren ist ein Beispiel für Gegenwind gegen Apples Erfolge in dem Land.

Apple in China: Wieder Ärger vor Gericht

Im Volksgericht in Haidan ist eine Klage gegen Apple und den Streaming-Dienstleister Youku Tudou anhängig, in dem der Rechteinhaber eines chinesischen Kriegsfilms namens „Xuebo dixiao“ Schadensersatz von Apple und Youku verlangt. Die Schadensersatzsumme sind für Apple Peanuts – es geht lediglich um 50.000 Yuan, rund 6770 Euro.

Allerdings gilt das Verfahren als weiteres Beispiel dafür, dass es der chinesische Staat nicht mehr so gut mit Apple meint wie noch vor einigen Jahren – und das Unternehmen stattdessen ebenso wie andere amerikanische Firmen mit Gegenwind zu kämpfen hat. AppleInsider nennt als Beispiele den von Apple verlorenen Fall um den Markennamen „iPhone“ für nicht-Smartphone-Produkte und den Streit um den Markennamen „iPad“.

Dass Apples Erfolge in China aufgrund von einem weniger positiven politischen und rechtlichen Klima für das Unternehmen geschmälert werden könnten, ist eine große Sorge der Börse – die unter anderem den Apple-Investor Carl Icahn dazu brachte, auszusteigen. Das Unternehmen versucht aktuell, mit Indien einen weiteren großen Wachstumsmarkt für sich zu gewinnen.

iPhone SE im Test.

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