Apple in Indien: Kein iPhone 4s und 5c mehr – Pläne für Hyderabad-Büro bestätigt

Florian Matthey

Apple feilt weiter an seiner Strategie für Indien: Die günstigen iPhone-Modelle 4s und 5c sind in dem Land nicht mehr erhältlich, um den Durchschnitts-Verkaufspreis zu erhöhen. Außerdem bestätigt Apple Pläne für eine Entwicklungseinrichtung in Hyderabad.

Apple in Indien: Kein iPhone 4s und 5c mehr – Pläne für Hyderabad-Büro bestätigt

Erst im Dezember hatte Apple den Preis für das günstige Modell des iPhone 5s deutlich gesenkt: Mit einem Einstiegspreis in Höhe von 24.000 Rupien ist das Gerät dort deutlich günstiger als in Europa oder selbst in den USA – es kostet umgerechnet nur knapp über 300 Euro. Bis jetzt gab es parallel dazu auch noch das iPhone 4s und das iPhone 5c für 12.000 und 20.000 Rupien, also rund 155 und 260 Euro. Diese älteren Modelle hat Apple jetzt aber ganz aus dem indischen Sortiment genommen, um den Fokus stärker auf teurere Geräte zu lenken.

In den letzten Jahren hatte sich Apple stark auf den Wachstumsmarkt China konzentriert und dort beispielsweise zahlreiche Apple Stores eröffnet. Mittlerweile ist China der zweitwichtigste Markt des Unternehmens – hinter den USA, aber noch vor Gesamt-Europa. In Indien sind Apples Marktanteile bisher verschwindend gering. Apples CEO Tim Cook verkündete aber jüngst, dass das zweite asiatische Milliarden-Land in Zukunft großes Wachstumspotential biete. Mittlerweile soll Apple auch dem Ziel näher gekommen sein, indische Apple Stores zu eröffnen.

Gleichzeitig will Apple aber offenbar auch stärker auf das IT-Know-How des Landes setzen: Das Unternehmen hat gegenüber der Economic Times bestätigt, dass es ein Technologie-Entwicklungs-Zentrum in der IT-Metropole Hyderabad plane. Entsprechende Gerüchte waren erstmals in der letzten Woche aufgetaucht.

Das Zentrum soll 1,7 Milliarden Rupien – rund 22 Millionen Euro – kosten. Zu diesem Preis äußert sich Apple natürlich nicht, verrät aber einige weitere Details: „Wir freuen uns darauf, ein neues Entwicklungs-Büro in Hyderabad zu eröffnen, das mehr als 150 Apple-Mitarbeitern mit der Aufgabe der Entwicklung von Karten ein Zuhause geben wird. Das Büro wird auch Platz für viele unserer Partner bieten, die unsere ehrgeizigen Ziele vor Ort unterstützen werden.“ Die Economic Times spricht von insgesamt 4500 Arbeitsplätzen, so dass die Apple-eigenen Mitarbeiter eine kleine Minderheit darstellen würden. Die Anlage soll auf einem 23.000-Quadratmeter-Grundstück entstehen.

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